Nach Elfmeter-Krimi: CFC zieht ins Landespokalfinale ein

Fußball Chemnitzer setzten sich schließlich gegen Lok Leipzig durch

Bei den Fans beider Mannschaften waren starke Nerven und ein intakter Kreislauf gefragt. Denn die Entscheidung im Halbfinale des Fußball-Sachsenpokals zwischen dem Chemnitzer FC und dem 1. FC Lok Leipzig fiel erst in einem dramatischen Elfmeterschießen. Erst im zwölften Durchgang stand fest, dass die Himmelblauen als Sieger vom Platz gingen. Am Ende gewann der Spitzenreiter der Regionalliga Nordost 13:12 (3:3, 2:2, 2:1) und trifft nun im Endspiel auf den FSV Zwickau.

 

Langer trifft doppelt

 

"Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wie sie insbesondere nach dem Rückstand in der Verlängerung zurückgekommen ist. Sie hat an sich geglaubt und noch einmal gezeigt, dass sie in der Saison Außergewöhnliches geleistet hat. Am Ende waren wir nach dem langen Elfmeterschießen die etwas Glücklicheren", sagte CFC-Trainer David Bergner.

Sein Team legte einen Blitzstart hin. Matti Langer, dessen Einsatz vor dem Anpfiff wegen einer Fersenverletzung lange offen war, brachte die Himmelblauen in der 5. Minute in Führung. Anschließend ging es auf und neben der Spielfläche kämpferisch und emotional zu. Nach reichlich 20 Minuten gab es einen Dialog zwischen dem Schiedsrichter und der Leipziger Bank. Im Ergebnis des verbalen Schlagabtauschs wurde der Leipziger Trainer vom Referee auf dem Tribüne geschickt. Die Gastgeber setzen dann den nächsten Nadelstich, indem Langer auf 2:0 erhöhte (26.). "Ich hätte mir gewünscht, mit diesem Vorsprung in die Kabine zu gehen", sagte Bergner. Doch es kam anders.

In der 40. Minute war die Chemnitzer Innenverteidigung nicht auf dem Posten und wurde dafür sofort bestraft. Pascal Pannier nutzte die erste Möglichkeit der Gäste und verkürzte auf 1:2.

 

 

Jakubov hält entscheidenden Ball

 

 

Die erste Chance nach Wiederanpfiff hatte Lok, doch CFC- Torhüter Jakub Jakubov war auf dem Posten. Danach investierte Leipzig weiter in die Offensive und glich in der 66. Minute zum 2:2 aus. Eine reichliche Viertelstunde war noch zu spielen, als Rafael Garcia losmarschierte, gleich mehrere Lok-Spieler stehen ließ, aber schließlich im starken Lok-Torhüter Benjamin Kirsten seinen Meister fand.

Auch wenn der Leipziger Torwart danach mehrmals gefordert war, blieb es bis zum Ablauf der regulären Spielzeit beim Unentschieden, in der Nachspielzeit glich Chemnitz die 3:2-Führung der Leipziger noch aus. So musste vor knapp 7.500 Zuschauern die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen.

Nachdem alle elf Spieler angetreten waren und immer noch kein Sieger feststand, ging es von vorn los. Schließlich hielt CFC-Schlussmann Jakub Jakubov den entscheidenden Ball des Leipzigers Paul Schinke. Bereits am Samstag sind die Himmelblauen wieder in der Regionalliga gefragt und könnten dort für einen weiteren Paukenschlag sorgen. Denn mit einem Sieg beim FC Oberlausitz Neugersdorf wäre der Staffelsieg endgültig perfekt.