Nach Trauerfeier für Thomas H.: Polizei zieht positives Fazit

Einsatz Weitestgehend störungsfrei verlaufen

Am heutigen Montag wurde Thomas H. in Chemnitz beerdigt. Dazu war die Polizeidirektion Chemnitz mit einem Großaufgebot vor Ort. Aufgrund des Gedenken im Stadion des Chemnitzer FC am 9. März kam es überregional zu einer großen Diskussion.

Schwerpunkte des Einsatzgeschehens am Montag waren sowohl im Stadtteil Bernsdorf als auch im Stadtteil Altchemnitz zu sehen. "Der Einsatz wurde notwendig, da Erkenntnisse vorlagen, wonach bei einer Trauerfeier und der anschließenden Beisetzung mehrere tausend Personen teilnehmen könnten", so ein Sprecher der Polizei. Ferner sei man davon ausgegangen, dass sich unter dem Personenkreis auch gewaltbereites Klientel aus der rechtsextremistischen Szene und der Hooligan-Szene befinde.

Logo-Verwendung: CFC stellt Strafanzeige gegen Unbekannt

Während die Trauerfeier auf dem Chemnitzer Zentralfriedhof um die Mittagszeit lief, sammelten sich bis gegen 12.40 Uhr etwa 550 Personen auf dem Parkplatz eines des Alt-Chemnitz-Centers in der Annaberger Straße. Auf dem Fußweg liefen die Personen in mehreren Gruppen zum St. Michaelis-Friedhof, um an der besagten Beisetzung teilzunehmen.

Bis unmittelbar vor Beginn der Beisetzung gegen 13.55 Uhr sammelten sich vor dem Friedhof zirka 1.000 Personen. Am Eingangsbereich kam es kurzzeitig zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Journalisten und der Teilnehmern der Beisetzung, welche daraufhin durch Polizisten geschlichtet wurden. Gegen 14.20 Uhr verließen die ersten Personen den Friedhof wieder und begaben sich in Kleingruppen zu ihren Fahrzeugen.

Laut einer Pressemitteilung des Chemnitzer FC am Montagnachmittag seien bei der Beerdigung Trauerbekundungen mit dem Logo des Vereins aufgetaucht. "Das Vereinslogo des Chemnitzer FC wurde widerrechtlich gebraucht. Die Himmelblauen werden wegen der unerlaubten Nutzung des Emblems Strafanzeige gegen Unbekannt erstellen", heißt es in der Pressemitteilung der Himmelblauen.

Polizei zieht positives Fazit nach Einsatz

Mit Stand 16.30 Uhr wurden laut Polizei zwei Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz gefertigt. Unmittelbar nach dem Ende der Beerdigung hielt eine Frau aus einem vorbeifahrenden Pkw auf der Annaberger Straße einen angezündeten, nicht zugelassenen Nebeltopf heraus. Beamte stoppten daraufhin das Fahrzeug und fanden bei der Kontrolle weitere nicht zugelassene Pyrotechnik.

Zur Bewältigung der Einsatzlage wurde die Polizeidirektion Chemnitz heute von Beamten aus Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, der Bundespolizei sowie der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Insgesamt waren beziehungsweise sind rund 950 Polizeibeamte eingesetzt.

Dazu die Polizei: "Aus Sicht der Polizeidirektion Chemnitz ist für das Einsatzgeschehen ein positives Fazit zu ziehen. Angesichts der Teilnehmerzahl bei der Beerdigung war von einer großen Ungewissen auszugehen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass der weitgehend störungsfreie Verlauf maßgeblich mit der ausreichenden Präsenz einherging. Überdies ist es letztlich den Einsatzkräften auch gelungen, die Beeinträchtigungen für Unbeteiligte, insbesondere im Straßenverkehr, auf ein Mindestmaß zu minimieren."