Nach Unfallserie auf A4: Verursachender LKW-Fahrer auf der Flucht

Nach einem Unfallserie auf der A4 bei Chemnitz ist ein LKW-Fahrer geflüchtet. Die Polizei sucht Zeugen - der Schaden liegt bei rund 350.000 Euro.

A4 Chemnitz

Nachdem es am Mittwochnachmittag zu einem Unfall auf der A4 in Richtung Dresden zwischen dem Kreuz Chemnitz und Chemnitz Mitte gekommen war, ist einer der beteiligten LKW-Führer seitdem auf der Flucht. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei Chemnitz am Donnerstagvormittag. 

Unfallursache soll Spurwechsel gewesen sein

Bei dem Unfall soll ein LKW an der Anschlussstelle Chemnitz-Mitte auf der A4 einen Spurwechsel auf die linke Spur vollzogen haben, der eine Unfallserie zur Folge hatte. Ein Laster, der dahinter fuhr (Fahrer 48 Jahre) führte daraufhin eine Gefahrenbremsung durch. 

Weitere Auffahrunfälle als Folge

Ein weiterer dritter LKW (Fahrer 43 Jahre), der sich hinter dem Laster befand, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr dem 48-Jährigen auf. Dahinter wiederum befand sich ein weiteres Sonderfahrzeug, was etwa 10 Fahrzeugbatterien geladen hatte und dem 43-Jährigem ebenfalls auffuhr. Durch den Aufprall waren die Batterien beschädigt und es trat Flüssigkeit auf die Fahrbahn aus, sodass die Feuerwehr Sondermaßnahmen zur Unfallsicherung durchführte. Es wurden zwei ABC-Fachberater der Feuerwehr Chemnitz hinzugezogen. 

Die Anfahrt zur Unfallstelle verzögerte sich, da die Rettungsgasse nicht ordnungsgemäß von den anderen Verkehrsteilnehmenden gebildet wurde.

Stundenlanger Rückstau auf mehreren Bundesstraßen und A72

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand, jedoch schätzt die Polizei den Sachschaden auf etwa 350.000 Euro. Als weitere Konsequenz war die A4 in Fahrtrichtung Dresden seit 14.30 Uhr voll gesperrt. Ein über mehrere Stunden andauernder Stau resultierte. Es bildete sich zudem ein Rückstau auf der A72 und umliegenden Landstraßen, da die Pendler und Pendlerinnen den Stau umfahren wollten. Die Richtungsfahrbahn Dresden war bis gegen 17 Uhr voll gesperrt. 

Unfallverursacher auf der Flucht

Das erhöhte Verkehrsaufkommen war zudem durch die Rush Hour im Nachmittags-Abendverkehr bedingt. Gegen 17.30 Uhr leiteten die Einsatzkräfte den Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei, was sich jedoch noch weitere Stunden zog, bis die Autobahn wieder vollends frei war. Gegen 20 Uhr war die Unfallstelle beräumt und die Richtungsfahrbahn wieder frei befahrbar.

Die Polizei sucht aktuell nach dem unfallverursachenden LKW-Fahrer, der den Spurwechsel vollzogen hatte. Zudem werden Zeugen gesucht, die Angaben zum Geschehen oder dem flüchtigen Sattelzug und/oder dessen Fahrer machen können. Unter Telefon 0371 8740-0 werden Hinweise beim Autobahnpolizeirevier Chemnitz entgegengenommen.

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