Nachhaltiges Weihnachten

Wort zum Sonntag von Superintendent Andreas Conzendorf

Von einer Kommunalpolitikerin hörte ich kürzlich den Satz: "Wenn wir von der Weihnachtskrippe die Harz-Vier-Empfänger (Hirten) und die Obdachlosen (Maria und Joseph) und die Ausländer (Weisen aus dem Morgenland) wegnehmen, dann bleiben nur noch Ochse, Esel und Schafe." Die Langzeitwirkung von Weihnachten, seine Nachhaltigkeit soll uns offen machen für fremde und unangepasste Menschen. Ja, es ist unbequem und macht Probleme, wenn Fremdes und Fremde in unser Leben kommen. Das erleben wir. Aber Weihnachten darf nicht in der Gemütlichkeit steckenbleiben, damit nur alles bleibt wie es ist. Weihnachten will wirken. Ins ganze Jahr. Den fremden Gott ins Leben einzulassen ist unbequem, aber es heilt das Leben. Die Fremden - und mit ihnen manches Fremde - ins Leben einzulassen ist unbequem, aber es kann dennoch heilsam sein. Weihnachten will wirken - ins ganze Jahr, es will aufnahmebereit machen für Fremde und Fremdes, damit an der Krippe nicht nur Ochse, Esel und Schafe bleiben.

Andreas Conzendorf,

Superintendent