Neuausrichtung: So wird das Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex in Chemnitz

Offener Diskursort für die Stadt und die Region geplant

Chemnitz

Nach dem Kulturhauptstadtjahr richtet sich das Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex in Chemnitz neu aus. Unter neuer Geschäftsführung versteht sich der Ort künftig stärker als offener Diskursort für Stadt und Region.

Relevanter Anlaufpunkt auch außerhalb vom Kulturjahr

Mit angepassten Öffnungszeiten, erweiterten Bildungsangeboten und dem Anspruch, auch jenseits des Eventjahres ein relevanter Anlaufpunkt zu bleiben. Ziel sei es, das Dokumentationszentrum stärker als einen Treffpunkt bekannt zu machen, der von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen genutzt wird – sowohl innerhalb der Stadt Chemnitz als auch im Umland, etwa im Erzgebirge.

Wichtige Veränderungen, wo für jeden etwas dabei ist

Esther Gerstenberg begleitete das Projekt seit 2024 und ist nun Geschäftsführerin von Offener Prozess GmbH. Sie formuliert ihr Ziel für das Projekt: „Das Dokumentationszentrum soll ein Ort der Begegnung für die Stadtbevölkerung werden. Ein sogenannter dritter Ort, an dem Menschen zusammenkommen, diskutieren und sich austauschen können.“ Um diese Öffnung zu ermöglichen, wurden unter anderem die Öffnungszeiten angepasst, sodass auch berufstätige Menschen Veranstaltungen besuchen können. Gleichzeitig wird das Bildungs- und Veranstaltungsprogramm weiterentwickelt und thematisch breiter aufgestellt. „Unser Anspruch ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen. Ältere Menschen aus der Region ebenso wie junge Leute, lokale Initiativen ebenso wie überregionale Gäste“, sagt sie weiter.

„Offener Prozess“ eine Wanderausstellung

Im Gedenken an die Opfer des NSU-Komplexes wurde im Mai 2025 das Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex am Johannisplatz eröffnet. Zusammen mit der Wanderausstellung „Offener Prozess“ gibt es Bildungs- und Vermittlungsangebote, einen Forschungsbereich, ein Archiv sowie einen Versammlungsort. Das Dokumentationszentrum ist geöffnet: Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr und Donnerstag von 12 bis 19 Uhr. Es finden zudem regelmäßige öffentliche Führungen durch die Ausstellung „Offener Prozesse“ statt, zum Beispiel am 20. Februar 15 Uhr, am 21. Februar 14.30 Uhr und am 22. Februar 11 Uhr.

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