Neue Ausstellung im Industriemuseum

Eröffnung Ausstellung zeigt ab 17. November die faszinierende Sprache der Gesten

neue-ausstellung-im-industriemuseum
Professorin Ellen Fricke von der TU Chemnitz und Dr. Oliver Brehm vom Industriemuseum in telefonischem Kontakt bei der neuen Gesten-Ausstellung. Foto: TU Chemnitz/Pressefoto Schmidt

Wir verwenden täglich Gesten, um einander etwas mitzuteilen. Sei es der Daumen, der nach oben gezeigt ein "ok" symbolisiert oder die Geste des Telefonierens, bei der die Hand als Ganzes mit abgespreiztem kleinen Finger und Daumen ein Handy verkörpert.

Aber wie entstehen diese Gesten? Sind sie auch ohne Hände möglich? Und welche Rolle könnten sie in der Zukunft spielen? In einer neuen, interaktiven Ausstellung zeigt das Industriemuseum Chemnitz, in Zusammenarbeit mit der TU Chemnitz und dem Ars Electronica Futurelab aus Linz, die faszinierende "Sprache der Gesten", und zwar wie sie sich gestern, heute und übermorgen entwickelten beziehungsweise entwickeln werden.

Viele Stationen regen zum Mitmachen an

Ab dem 17. November können die Besucher auf 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche eine Vielzahl an Exponaten begutachten und selbst auszuprobieren. Der "Wooden Mirror" des New Yorker Künstlers Daniel Rozin lädt zum Beispiel dazu ein, die eigenen Körper-, Arm- und Handbewegungen in einer hölzernen Reflexion zu erkunden.

An einer anderen Station kann man töpfern - aber ganz ohne Ton, nur mit Gesten. Und wie ist es, wenn man plötzlich zwei linke Daumen hat? Golan Levins Handtransformator "Augmented Hand Series" verändert die Hand der Ausstellungsbesucher in Echtzeit und verpasst ihnen damit mehr Finger, aber weniger Gelenke.

Auch Kunst ist zu sehen

Neben interaktiven Installationen sind geschichtsträchtige Exponate des Industriemuseums sowie Kunstwerke, die sich mit Gesten auseinander setzen, zu entdecken. Die Ausstellung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Chemnitz sowie der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen und vom Freistaat selbst gefördert wird, ist bis zum 4. März 2018 zu sehen.