Neue Superbehörde nimmt Arbeit auf

Fusion Landesamt für Schule und Bildung

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Foto: shironosov/Getty Images/iStockphoto

Wie im neuen Schulgesetz vorgesehen, hat das neue Landesamt für Schule und Bildung mit Sitz in Chemnitz seine Arbeit aufgenommen. Die Behörde ist das Ergebnis einer Fusion aus der Sächsischen Bildungsagentur (SBA) mit ihren fünf Regionalstellen und dem Sächsischen Bildungsinstitut (SBI).

Für eine leistungsfähige Schulverwaltung

Ziel der Fusion war eine Bildungsverwaltung aus einer Hand. Damit fungieren für Bürger und Lehrkräfte nicht mehr zwei Behörden mit unterschiedlichen Aufgaben als Ansprechpartner. Alle am Schulleben Beteiligten können sich mit ihren Anliegen nun alleinig an das Landesamt mit seinen 700 Mitarbeitern wenden und Unterstützung erhalten.

"Ziel ist auch eine leistungsfähige Schulverwaltung, die den hohen Anforderungen bei der Absicherung des Unterrichts und der Gewährleistung der Qualität von Schule entspricht", so Sachsens Kultusminister Christian Piwarz.

Mit dem neu geschaffenen Landesamt gingen auch Personalveränderungen einher. So übernahm der bisherige Direktor der Bildungsagentur, Ralf Berger, die Position des Präsidenten des Landesamtes für Schule und Bildung. "Mit Herrn Berger haben wir einen ausgewiesenen Fachmann der sächsischen Bildungslandschaft für diese verantwortungsvolle Aufgabe benannt. Ich wünsche ihm alles Gute, viel Kraft und Erfolg", so Christian Piwarz.

Sächsischer Lehrerverband befürchtet schlechtere Unterrichtsversorgung

Kritik am zentralen Landesamt gab es im Vorfeld vor allem vom sächsischen Lehrerverband. Mit dem Zusammenlegen der Regionalbüros befürchtete der Verband, dass sich die Unterrichtsversorgung in den Regionen, die sowieso unter Bewerbermangel leiden, noch weiter verschlechtern wird. Ein Grund: Mit der geplanten Umstrukturierung vergrößere sich die Entfernung vieler Schulen zum Sitz der zuständigen Schulaufsicht.