Neue Verkehrsader entsteht

Verkehr Verlängerung Fraunhoferstraße soll Reichenhainer Straße entlasten

Ende Oktober fällt in Chemnitz der Startschuss für eines der größten Straßenbauvorhaben der kommenden Jahre. Laut Tiefbauamt soll die Fraunhoferstraße um 1.200 Meter verlängert werden, um künftig die Reichenhainer Straße mit der Werner-Seelenbinder-Straße zu verbinden. Mit dem 4,5 Millionen Euro teuren Vorhaben, das Bestandteil des städtischen Verkehrsentwicklungsplanes ist, soll nicht nur eine bessere Anbindung zum Südring und der A72 geschaffen werden. Die Baumaßnahme erweitere darüber hinaus den Technologie-Campus um rund 22 Hektar und schafft für das Areal gleichzeitig eine direkte Anbindung an das Hauptverkehrsnetz. Damit sollen künftig weitere Ansiedlungsflächen für technologieorientierte Unternehmen, aber auch für die Technische Universität Chemnitz sowie für weitere Forschungseinrichtungen zur Verfügung stehen. Die künftig durchgängige Fraunhoferstraße wird überdies die Reichenhainer Straße vom Verkehr entlasten. Wie das Tiefbauamt mitteilt, ist dies eine wesentliche Voraussetzung für das Umsetzen und den Betrieb des Chemnitzer Modells in der Reichenhainer Straße. Im Mai 2017 soll die Baumaßnahme beendet sein. Der Straßenbau wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" mit 85 Prozent von Bund und Land gefördert.

Bereits am Montag begann zudem die Erschließung weiterer Flächen im Gewerbegebiet Rottluff-West. Dabei handelt es sich um die Flächen zwischen Rottluffer Straße und Kalkstraße auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei. "Durch die Lage direkt an der Autobahnanschlussstelle Rottluff/Rabenstein und der Kalkstraße besitzt der Standort hervorragende Anbindungen an das überregionale und städtische Verkehrsnetz", so die Stadtverwaltung. Die Gesamtgröße des zu erschließenden Gewerbegebietes beträgt rund zehn Hektar.