Neuer Kunstpreis erinnert an Schmidt-Rottluff

Verleihung 20.000 Euro Preisgeld für Michael Morgner

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Foto: Kristin Schmidt/Stiftung Schmidt-Rottluff

Chemnitz hat einen neuen Kunstpreis - und der erste Preisträger wird der in Einsiedel wohnende Maler, Grafiker und Bildhauer Michael Morgner. Der Preis ist nach dem bekannten Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff benannt, der im heutigen Chemnitzer Ortsteil Rottluff geboren wurde. 20.000 Euro beträgt das Preisgeld, bezahlt aus privaten Geldern.

Das Unternehmerpaar Jürgen und Sonja Oehlschläger hatte eine Stiftung gegründet, die nun offiziell diesen "Schmidt-Rottluff Kunstpreis" vergibt, und das Geld für die erste Preisverleihung selbst aufgebracht. "Es geht uns darum, einen der berühmtesten Söhne unserer Stadt noch stärker zu ehren - und dabei auch den Namen von Chemnitz in die Welt hinauszutragen", so Stifterin Sonja Oehlschläger. Deshalb soll der Preis künftig alle zwei Jahre an bedeutende Künstler aus der ganzen Welt vergeben werden. Die erste Preisverleihung an Michael Morgner wird am 9. März im Opernhaus stattfinden.

Zu den Hintergründen

Morgner, in Chemnitz geboren, war einer der Mitbegründer der Künstlergruppe "Clara Mosch", die die Kunstszene in Karl-Marx-Stadt über die Grenzen der DDR hinaus bekannt gemacht hatte. Seit 1990 gehört er zu den wichtigsten ostdeutschen Künstlern, dessen Bilder in wichtigen Museen ausgestellt werden. Die Stadtverwaltung verkündete kürzlich den Ankauf einer Morgner-Skulptur für den neu entstandenen Friedensplatz.

Sonja und Jürgen Oehlschläger hatten 1990 eine Werbeagentur gegründet und diese zum Erfolg geführt. 2008 verkauften sie das Unternehmen. Seit Jahren gehören sie zu den Mäzenaten der Kunstsammlungen - sie wollen der Stadt etwas von ihrem Erfolg zurückgeben, begründen sie die Gründung der Stiftung.