Neuer Mongolischer Manul-Kater im Tierpark Chemnitz

Wichtiger Beitrag zu Erhaltung der asiatischen Wildkatzenart

Chemnitz

Anfang Dezember ist der Mongolische Manul Kater mit dem Namen Bob aus dem niederländischen ZieZoo in Volkel im Tierpark Chemnitz eingezogen. Der Kater hat sich bereits gut in seiner neuen Umgebung eingelebt und sorgt für großes Interesse bei den Tierparkbesuchern.

Herkunft und Lebensraum der Pallaskatze

Der Mongolische Manul (Otocolobus manu manul), auch Pallaskatze genannt, ist in den weiten Steppen und Gebirgsregionen Zentralasiens, insbesondere in der Mongolei, beheimatet. Dort lebt die Wildkatze in Höhenlagen von bis zu 5000 Metern.

Besondere Anpassungen an extreme Klimabedingungen

Das extrem dichte Fell des Manuls schützt ihn vor den harten klimatischen Bedingungen seines natürlichen Lebensraums – insbesondere vor eisigen Temperaturen und Schnee. Diese Anpassung macht die Art zu einem echten Spezialisten der Hochgebirgsregionen.

Bedrohung durch Verlust der Beutetiere

Die Pallaskatze ist in ihrem Lebensraum bedroht, vor allem durch den Rückgang ihrer Nahrungsgrundlage. Wichtige Beutetiere wie Pfeifhasen und Murmeltiere werden in vielen Regionen stark bejagt oder sogar gezielt vergiftet.

Europäisches Zuchtbuch sichert den Artenschutz

Um die Art langfristig zu schützen, wird sie in einem Europäischen Zuchtbuch (EEP) geführt. Dieses koordiniert eine nachhaltige Nachzucht und sichert so die genetische Vielfalt der Population.

Erfolgreiche Nachzucht im Tierpark Chemnitz

Der Tierpark Chemnitz hält Manule seit 2015 und konnte bereits mehrfach erfolgreich Jungtiere aufziehen. Mit der Aufnahme von „Bob“ und der zeitnah erwarteten Manul-Katze aus Italien soll ein stabiles, genetisch wertvolles Zuchtpaar gebildet werden. Ziel ist es, zur Erhaltung dieser seltenen und faszinierenden Wildkatzen aktiv beizutragen und die Bestände sowohl im Tierpark als auch europaweit zu stärken.

Öffnungszeiten und Einlass

Der Tierpark und das Wildgatter sind täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Der letzte Einlass erfolgt jeweils eine Stunde vor Schließung.

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