Neueröffnung in Chemnitz: Dieses Café schließt eine langjährige Lücke

Endlich erstklassiger Kaffee um die Ecke: Ein neues Kapitel startet bald auf dem Sonnenberg

Chemnitz/OT Sonnenberg

Neuer Glanz auf der Zietenstraße: Café Caniço schließt eine langjährige Lücke auf dem Chemnitzer Sonnenberg. Wo seit dem Auszug des russischen Spezialitätengeschäfts „Aleks“ im Jahr 2012 gähnende Leere herrschte, zieht bald neues Leben ein. Nach einer umfassenden Sanierung des Gebäudes und der Ladenfläche auf der Zietenstraße 42 steht das Viertel vor einem kulinarischen Neuzugang: Noch in der ersten Jahreshälfte möchte das Team um Miguel die Eröffnung des Café Caniço feiern.

Kaffeekunst statt Kaffeepulver

Für Miguel ist Kaffee weit mehr als ein simpler Wachmacher. Sein Anspruch ist es, Kaffee in einer Qualitätsstufe anzubieten, wie man sie sonst eher aus Metropolen wie Berlin oder Leipzig kennt. Das Fundament hierfür bilden beste Anbaubedingungen und ein tiefes Verständnis für das Rösthandwerk.

Wenn aus Leidenschaft ein Standort wird

Diese Leidenschaft ist nicht neu: Bereits vor zwei Jahren machte Miguel seine Berufung zum Geschäft und ist seither mit dem mobilen Café Caniço auf verschiedensten Events präsent. Der Erfolg gab ihm recht – immer wieder fragten Kunden, wo man seinen Kaffee auch abseits der rollenden Bar genießen könne. Dieser Zuspruch war letztlich der entscheidende Impuls für den Schritt zum stationären Café. Das Mobil wird übrigens auch nach der Eröffnung ein fester Bestandteil des Konzepts bleiben.

Wer einen Blick hinter die Kulissen der Entstehung werfen möchte, kann dies digital tun: Auf Instagram nimmt der Betreiber die Follower auf humorvolle Weise mit durch den Alltag zwischen Baustelle und Roomtour.

Eine Hommage an die Wurzeln

Hinter dem Namen „Caniço“ verbirgt sich eine persönliche Geschichte: Es ist der Mädchenname von Miguels Oma. Mit dem Namen ehrt er die portugiesischen Wurzeln seiner Eltern und bringt ein Stück Familiengeschichte auf den Sonnenberg.

Warum der Sonnenberg? Zwischen Ruf und Potenzial

Der Stadtteil hat mit Vorurteilen zu kämpfen; oft wird er als gefährlich oder unattraktiv zum Wohnen abgestempelt. Doch Miguel sieht das anders. Für seine Entscheidung nennt er zwei klare Gründe:

  • Wirtschaftliches Potenzial: Der Sonnenberg ist nach dem Kaßberg der am zweitstärksten besiedelte Stadtteil von Chemnitz. Dennoch gibt es eine Versorgungslücke. Wer Kaffee in gemütlicher Atmosphäre genießen will, musste bisher oft den Weg in das Zentrum, auf den Brühl oder den Kaßberg antreten.
  • Persönliche Verbundenheit: Miguel wohnt selbst hier. Er schätzt die etablierte Kulturszene und möchte zeigen, dass das Viertel mehr zu bieten hat als sein Ruf vermuten lässt. „Ich möchte nicht einer von vielen sein, wie es vielleicht auf dem Kaßberg der Fall wäre“, so der Gründer.

Damit wird das Café Caniço Teil einer belebten Nachbarschaft und gesellt sich zu etablierten Anlaufstellen wie der Katapult-Buchhandlung (hier ein Link zum Nachlesen), dem Restaurant Miyu (hier ein Link zum Nachlesen) oder der Experimentierküche (hier ein Link zum Nachlesen).

Mehr als nur ein Café

Kulinarisch dürfen sich die Gäste auf Kaffee-Spezialitäten sowie süße und herzhafte Snacks freuen. Besonders am Wochenende soll der Fokus auf einem Brunch-Angebot liegen. Doch Miguel plant weiter: Das Café soll auch ein Ort des Wissens werden. Geplant sind Schulungen für Hobby-Baristas sowie Raum für spezielle Events sowie Weihnachtsfeiern.

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