Neues Herzstück für die Bündelung der Aktivitäten

Innenstadtkonzept Website "Chemnitz City" zeigt alle Angebote

neues-herzstueck-fuer-die-buendelung-der-aktivitaeten
Jörg Knöfel, Sören Uhle und Sven Hertwig (v.l.) bei der Präsentation des Internetportals am Dienstag. Foto: Marcus Hansel

Stetig wachsende Zahlen im Onlinehandel, lukrative Einkaufsmöglichkeiten in Dresden und Leipzig direkt vor der Haustür - das sind sicherlich die zwei größten Probleme, die die Händler der Chemnitzer Innenstadt derzeit und auch in Zukunft beschäftigen werden.

"Der Handel unterliegt derzeit einem großen strukturellen Wandel", sagt Jörg Knöfel, Centermanager der Galerie Roter Turm Chemnitz. Um darauf zu reagieren, haben Werbegemeinschaften der Stadt am gestrigen Dienstag ein neues Internetportal aus der Taufe gehoben.

Unter der Adresse www.chemnitzcity.de findet sich ab sofort eine Übersicht über alle Aktivitäten in der Chemnitzer Innenstadt, die unter der Dachmarke "Chemnitz City" zusammengefasst werden.

Eine neue Strategie muss her

In fünf Kategorien, namentlich Shopping, Bars & Restaurants, Kino, Events und Kultur, wird darüber informiert, was "Chemnitz City" zu bieten hat. "Wir möchten alle Angebote unter eine gemeinsame Dachmarke stellen. Jetzt wird es unsere Aufgabe sein, neben einer einheitlichen Vermarktungsstrategie auch die Attraktivität der Innenstadt für Investoren weiter zu erhöhen und ein besseres Flächenmanagement anzustreben", sagt Sven Hertwig, Standortkoordinator Rathaus Passagen und Rosenhof und Inhaber von Exclusiv Events.

Dabei wolle man auch, gerade im Hinblick auf größere Ereignisse, die Chemnitzer Hotels mit ins Boot holen. Hertwig betonte ausdrücklich, dass mit diesem Projekt keine Kunden aus den Einkaufszentren außerhalb der Innenstadt abgezogen werden sollen. Vielmehr möchte man das Chemnitzer Umland, in dem knapp eine Million Menschen leben, für die Angebote der Innenstadt begeistern.

Eine neue Marke wird erfunden

Sören Uhle, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderung, fasste zusammen: "Wenn man Revue passieren lässt, was in diesem Kalenderjahr in der Chemnitzer Innenstadt los war, stellt man fest, dass bereits eine ganze Menge in der City passiert. Diese Maßnahmen müssen zukünftig besser gesteuert und an die Hand genommen werden." Damit könne man auch Bindungselemente für zukünftige Fachkräfte in Chemnitz und der Umgebung schaffen.

Uhle stellte aber auch klar, dass man mit dem Internetportal und dem Zukunftskonzept erst am Anfang eines längeren Prozesses steht: "Wir leisten hier ganz klar Aufbauarbeit für eine Dachmarke. Die Auswirkungen wird man erst in einigen Jahren spüren."