Neues Kardiologisches Zentrum am Klinikum Chemnitz entsteht

Medizin Herz-Klinik wird bedeutend erweitert

Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche - Erkrankungen an dem wichtigsten Muskel des Menschen sind nicht selten, können aber lebensgefährlich sein. Umso entscheidender ist es, im Krankheitsfall sofort an Spezialisten zu kommen.

Die Klinik für Kardiologie des Klinikums Chemnitz gehört mit 175 Betten zu den größten Herz-Kliniken Deutschlands. Durch zwei neue Spitzenmediziner soll jetzt das Leistungsspektrum erheblich erweitert und auf ein neues Niveau gehoben, teilte das Klinikum am Montag mit. Am 1. Juni beginnen demnach Dr. Karim Ibrahim, der bislang als Leitender Oberarzt am Herzzentrum des Universitätsklinikums Dresden tätig ist, und Dr. Marian Christoph, ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Rhythmologie mit umfassendem Fachwissen in der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen, ihre Arbeit in Chemnitz.

Technische Voraussetzungen wurden geschaffen

"Es gibt in Deutschland keinen anderen Kardiologen, der mit seinen Zusatzqualifikationen und Spezialisierungen derart breit aufgestellt ist wie Dr. Ibrahim", macht Professor Johannes Schweizer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I, deutlich. Ibrahim werde gemeinsam mit Schweizer die Klinik für Kardiologie leiten. Christoph werde als Leitender Oberarzt ebenfalls zur Klinikleitung gehören und am Klinikum die Abteilung für Rhythmologie aufbauen und leiten.

Die technischen und strukturellen Voraussetzungen für ein elektrophysiologisches Labor mit modernster Ausstattung und ausreichenden Kapazitäten seien kurzfristig geschaffen worden, heißt es aus dem Klinikum. "Die erhebliche Erweiterung des Leistungsspektrums der Kardiologie und der damit verbundene strategische Umbau der Klinik ist der nächste logische Schritt auf dem Weg zu einem der kardiologischen Zentren in Deutschland", sagt Dirk Balster, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz.

Der Grundstein für ein kardiologisches Zentrum wurde bereits im Juli vergangenen Jahres mit der Übernahme des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Küchwald gelegt. Das MVZ wurde vor über 20 Jahren ins gegründet und beinhaltet unter anderem auch das Herzkatheterlabor an der Bürgerstraße.