Neues Projekt für die Stadtentwicklung: Wo eine verwilderte Grünfläche bald schick aussehen soll

In Schönau wird sich dem alten Rittergutspark gewidmet

Chemnitz

An der Zwickauer Straße wird die Stadtentwicklung weiter fortgesetzt. Bis 2032 sind in den Fördergebieten zahlreiche Maßnahmen geplant, die den Stadtteil nachhaltig aufwerten sollen. Im Mittelpunkt stehen die Gestaltung attraktiver öffentlicher Räume, die Unterstützung privater Gebäudesanierungen sowie der Grunderwerb für künftige Projekte.

Ein zentrales Projekt ist die Neugestaltung des Rittergutsparks mit dem Zinnteich. Die Grünanlage gehörte einst zum historischen Ensemble des Schönauer Ritterguts - von dem ist heute nichts mehr übrig. Der Park ist in weiten Teilen verwildert, es liegt Müll auf dem Boden, eine Sitzanlage ist kaputt. Dabei bietet das Areal großes Potenzial, sich zu einem attraktiven Erholungsraum für den Stadtteil Schönau zu entwickeln, so die Stadtverwaltung.

So soll Schönau attraktiver werden

Wie der Park künftig aussehen soll, stand im Mittelpunkt eines Bürgerworkshops im April. Gemeinsam präsentierten die Stadt Chemnitz und ein Planungsbüro verschiedene Gestaltungsideen für das Rittergutsufer, das Rittergutswäldchen und den Platz am Zinnteich. Die Anregungen aus der Veranstaltung fließen nun in die weitere Planung ein.

Entstehen sollen naturnahe Aufenthaltsbereiche, eine bessere Anbindung an die Grünzüge entlang des Kappelbachs sowie vielfältige Möglichkeiten zur Erholung und Freizeitgestaltung. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2027 abgeschlossen werden. Parallel dazu ist geplant, in unmittelbarer Nähe neue Park-and-Ride-Stellplätze zu schaffen, um die Erreichbarkeit des Gebietes weiter zu verbessern.

Mit neuen Projekten in die Zukunft

Die Zwickauer Straße zwischen Schillstraße und Am Feldschlößchen wird in den kommenden Jahren ebenfalls umfassend umgestaltet. Das Vorhaben soll die Straße nicht nur moderner, sondern auch sicherer und attraktiver machen. Am 1. Juli gab der Chemnitzer Stadtrat grünes Licht für den grundhaften Ausbau. Bis Mitte 2028 soll die Straße in mehreren Bauabschnitten neu gestaltet werden.

Geplant sind breitere und barrierefreie Haltestellen für Bus und Straßenbahn, sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger sowie Radfahrstreifen auf beiden Straßenseiten. Gleichzeitig soll der Straßenraum insgesamt aufgewertet und die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Auch der Klimaschutz spielt bei dem Projekt eine wichtige Rolle. Neue Straßenbäume auf beiden Seiten der Zwickauer Straße sollen künftig Schatten spenden, das Stadtklima verbessern und zur besseren Luftqualität beitragen.

Stadtentwicklung nimmt weiter Fahrt auf

Ein besonderes Highlight soll zudem am Straßenbahnmuseum entstehen: Dort werde auf einer Länge von rund 130 Metern ein Schmalspur-Museumsgleis in die Fahrbahn integriert. Es erinnert damit künftig an die Verkehrsgeschichte der Stadt.

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