Neues Schulmodell für Legastheniker-Kinder

Bildung Chemnitz setzt sich für Förderung von Legasthenikern ein

neues-schulmodell-fuer-legastheniker-kinder
Foto: Halfpoint/Getty Images/iStockphoto

Immer mehr Eltern suchen freiere Schulen für ihre Kinder. Eine zweite Waldorfschule soll zukünftig das Bildungsangebot in Chemnitz erweitern. Eine neue Chemnitzer Initiative setzt dabei den Schwerpunkt auf moderne Unterrichts- und Lernmethoden sowie Mehrsprachigkeit.

Prinzip Gruuna-Schule

Der Unternehmer Christoph Herrmann, selbst Legastheniker und Vater einer legasthenen Tochter, hatte die Idee zur sogenannten Gruuna-Schule. Sie basiert auf Waldorfpädagogik und ist eine Initiative nach dem Gesetz der Schulen in freier Trägerschaft. Vor allem Kinder mit Legasthenie sollen von der Schule mit ganzheitlichem Lernkonzept profitieren.

Direkt angeschlossen an die Schule soll es eine Reitanlage geben. Die Arbeit mit Pferden sei ein wichtiger Bestandteil des Schulkonzeptes. "Denn hier lernen die Kinder Selbstvertrauen, Verantwortungsbewusstsein, Geduld, Mut und Selbsteinschätzung", so Saskia Schröder von der Initiative.

Schon im Herbst 2018 sollen die ersten Kinder hier lernen

Der Start des Unterrichts an der Gruuna-Schule ist für Herbst 2018 geplant. Als Standort wird der Westen von Chemnitz ins Auge gefasst. "Wir interessieren uns für ein schönes, großes Grundstück, das voraussichtlich in naher Zukunft gekauft werden kann, um mit dem Neubau beginnen zu können", so Schröder.

"Wir werden Maßstäbe setzen"

Auf die Frage, ob Chemnitz ein derartiges Schulmodell wirklich braucht, antwortet die Initiative: "Wir werden bei der Förderung von Legasthenikern Maßstäbe setzen und die vorhandenen großen Begabungen dieser Kinder zur Entfaltung bringen."

Weiter heißt es: "Bei etwa 10 Prozent legasthen veranlagter Kinder in der Bevölkerung gehen wir von einem hohen Bedarf aus. Auch das Lernen mit und durch Pferde ist eine Besonderheit, die es so noch nicht in Chemnitz gibt."

Am 20. Juni findet auf der Sandstraße 116 das nächste Elterntreffen statt. Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.