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Neues von Marianne Brandt

Ausstellung Sammlerstücke in der Villa Esche, später im Industriemuseum

Rund 50 Exponate der Bauhauskünstlerin Marianne Brandt werden künftig in ihrer Geburtsstadt zu sehen sein. Der italienische Sammler Giorgio Silzer stellt das Konvolut als Dauerleihgabe dem Sächsischen Industriemuseum Chemnitz zur Verfügung. Eine fast vollständige Schau der Designobjekte vom Mülleimer bis zur Kaffeemühle zeigt die Villa Esche seit vergangenem Donnerstag zum Abschluss des Henry-van-de-Velde-Jahres in Kooperation mit der Marianne-Brandt-Gesellschaft. Unter dem Titel "Zweckmäßiges und Formschönes für den Alltag" sind dort überwiegend Gebrauchsgegenstände zu sehen, die Brandt als Leiterin der Entwurfsabteilung Metall- und Massengüter der Ruppelwerk Metallwarenfabrik zwischen 1929 und 1932 in Gotha gestaltete. Einige der Silzer-Stücke wurden parallel nach Oslo ausgeliehen, dafür wurde die Ausstellung in Chemnitz durch Objekte des Frankfurter Sammlers Bernd Freese ergänzt. Marianne Brandt sei als Tochter der Stadt in den letzten Jahren mehr ins Bewusstsein der Chemnitzer gerückt, erklärt Achim Drechsler, Stellvertretender Direktor des Industriemuseums. Und auch wenn das Industriemuseum kein Designmuseum ist, sei es doch wichtig, einen Blick auf den Bereich Gestaltung zu werfen, vor allem auf solche mit sächsischen Wurzeln. So werde in der neuen Dauerausstellung des Industriemuseums mehr von Marianne Brandt zu sehen sein. Wer sich vorher einen umfangreichen Überblick über die neuen Exponate verschaffen möchte, kann dies bis zum 8. Juni in der Villa Esche tun. mch/vtz