Neues Wohnkonzept in Gablenz

Projekt "Cocooning"-Bauweise soll soziale Interaktionen fördern

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So wird es in Gablenz in den "Ahornhöfen" bald aussehen. Foto: CAWG

Insekten bauen für ihren Nachwuchs Kokons, damit die sich darin sicher und geborgen fühlen. In der Architektur gibt es den Begriff des Cocooning - einer Bauweise von Häuserkomplexen, die soziale Interaktionen unter den genossenschaftlichen Bewohnern fördern soll. Der Grundstein für ein neues Chemnitzer Bauprojekt in eben dieser Cocooning-Bauweise wurde in dieser Woche in Gabelnz gelegt.

26 neue qualitative Wohnungen

Mit den sogenannten "Ahornhöfe" gibt die Chemnitzer Allgemeine Wohnungsbaugenossenschaft (CAWG) damit den Startschuss für ein völlig neues Wohnkonzept. "Diese Bauweise gibt es in Gablenz noch nicht", sagt Thomas Schilling, Vorstandsmitglied der CAWG. "Wir möchten damit den neuen Bewohnern nicht nur Wohnungen, sondern auch ein weiteres Stück Lebensqualität bieten." Diese entsteht durch die Planung des gesamten Karrees als Einheit. So ist neben den zwei neuen Wohngebäuden mit insgesamt 26 Wohnungen viel Grünfläche vorgesehen, die aktiv von den Mitgliedern genutzt werden kann. Die rechtwinklige Anordnung der Häuser mit umliegenden Baumpflanzungen verleiht dem Areal zusätzlich Hofcharakter.

In den Ahornhöfen soll es vier Wohnungstypen mit einer Größe von 62 bis 86 Quadratmetern geben. Alle 26 Wohneinheiten sollen barrierefrei, zwei davon komplett rollstuhlgerecht, gebaut werden. Das moderne Wohnkonzept stößt auf großes Interesse: Alle Wohnungen seien bereits reserviert und es gebe sogar eine Warteliste.