Neujahrsempfang im Zeichen des Ehrenamts: Chemnitz ehrt die stillen Heldinnen und Helden der Stadt

Verleihung des Ehrentalers am Dienstag

Chemnitz

Der Neujahrsempfang der Stadt Chemnitz machte am Dienstag einmal mehr deutlich: Chemnitz lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen – oft leise, aber wirkungsvoll. Mit der Verleihung des Ehrentalers setzte die Stadt ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für dieses Engagement.

Dritte Auflage für den Ehrentaler

Oberbürgermeister Sven Schulze zeichnete fünf Persönlichkeiten sowie eine Gruppe für ihren Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt aus. Der Chemnitzer Ehrentaler wurde in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen. Er würdigt Menschen, die sich mit besonderer Energie, Zeit und Leidenschaft für ihre Stadt einsetzen.

„Sie geben unserer Stadt Gesicht, Haltung und Wärme“

Oberbürgermeister Sven Schulze. „Der Ehrentaler geht an Menschen, die sich mit Energie und Leidenschaft für unsere Stadt und die Chemnitzerinnen und Chemnitzer einsetzen und damit weit mehr leisten, als man erwarten kann. Sie sind es, die Chemnitz zusammenhalten. Sie geben unserer Stadt Gesicht, Haltung und Wärme. Sie sind das Fundament einer starken Stadtgesellschaft.“

Sicherheit im Einsatz: Ehrentaler für Felix Birkner

Felix Birkner wurde für sein fast 20-jähriges ehrenamtliches Engagement bei der Wasserrettungsgruppe Chemnitz ausgezeichnet. Ob im Rettungs- oder Sanitätsdienst: Er sicherte zahlreiche Veranstaltungen ab – zuletzt auch viele Events im Kulturhauptstadtjahr – und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Teilnehmenden.

Demokratie sichtbar machen: Daniel Dost

Für sein Engagement im Verein Buntmacher*innen e. V. erhielt Daniel Dost den Ehrentaler. Als Gründer der Initiative setzt er starke Zeichen für Demokratie und Erinnerungskultur. Projekte wie die Lichterwege oder „Das demokratische Chemnitz liest!“ erinnern an die Bücherverbrennungen von 1933 und stärken das demokratische Bewusstsein in der Stadtgesellschaft.

Friedensarbeit mit Haltung: Gerald Richter

Gerald Richter engagiert sich seit vielen Jahren für Demokratie und Frieden, insbesondere in der Bürgerinitiative Aktion C. Mit dem Projekt Friedensbanner fördert er eine lebendige Friedenskultur in Chemnitz – und bindet dabei gezielt junge Menschen ein.

Inklusion im Sport leben: Kerstin Stopp

Seit mehr als 40 Jahren setzt sich Kerstin Stopp für Menschen mit Behinderungen ein. Ihr Schwerpunkt: der inklusive Sport. Im Verein zur Förderung von Integration durch Sport schafft sie Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung und trägt so zu mehr Akzeptanz und Miteinander im Alltag bei.

Stimme der Jugend: Feline Weltz

Feline Weltz vertritt seit Jahren die Interessen junger Menschen in Chemnitz. Als aktives Mitglied im Chemnitzer Jugendforum bringt sie sich mit großem Engagement in Beteiligungsprozesse ein und stärkt die Mitbestimmung junger Chemnitzerinnen und Chemnitzer.

Stellvertretend für viele: Ehrentaler für die Volunteers 2025

Ein besonderer Ehrentaler ging an die Volunteers der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025. Rund 1300 Ehrenamtliche machten mit ihrem Einsatz ein außergewöhnliches Jahr möglich. Stellvertretend nahmen Christina Fischer-Ullrich, Antonia Melzer und Danny Kollwitz die Auszeichnung entgegen.

Neujahrsempfang mit rund 300 Gästen

Zum Neujahrsempfang begrüßte Oberbürgermeister Sven Schulze etwa 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. In seiner Rede blickte er noch einmal auf das Kulturhauptstadtjahr zurück und betonte dessen nachhaltige Wirkung: „Es war ein einziger großer, gemeinsamer Moment. Einer, der gezeigt hat, wie viel Mut, Kreativität und Zusammenhalt in dieser Stadt und in der Region stecken – wenn wir uns nur trauen, ihn sichtbar zu machen.“

Brückenjahr 2026: Erreichtes sichern, Zukunft gestalten

Das kommende Jahr bezeichnete Schulze als Brückenjahr. Ziel sei es, die im Kulturhauptstadtjahr entstandenen Strukturen zu sichern und dauerhaft zu verankern. Gleichzeitig nannte er den weiteren Ausbau des Chemnitzer Modells im Stadtzentrum als eines der großen Bauprojekte. Besonders wichtig seien dabei die Infrastrukturmittel des Bundes, mit denen Chemnitz über zwölf Jahre hinweg jährlich rund 8,8 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Sie bilden eine zentrale Grundlage für die weitere Entwicklung der Stadt.

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