Nicht immer die richtige Lösung

Ausbildung Jeder fünfte Azubi bricht begonnene Lehre ab

Mit dem Lehrbeginn startet auch der ganz persönliche Weg in die Berufswelt. Doch nicht für jeden Azubi klappt das reibungslos. Etwa 20 Prozent und damit jeder fünfte Azubi bricht die begonnene Lehre wieder ab. Wenn abgebrochen wird, dann von 60 Prozent der Azubis gleich im ersten Ausbildungsjahr.

Ein übereilter Abbruch ist keinesfalls die richtige Lösung. Und je früher bei Problemen Rat und Hilfe gesucht wird, desto besser. Bei der falschen Berufswahl sollte genau überlegt werden, ob es sich nicht doch lohnt, die zunächst begonnene Ausbildung abzuschließen. Sie könnte eine Grundlage für weiterreichende Berufspläne bilden. Sollen die Weichen jedoch völlig neu gestellt werden, helfen erneut die Ausbildungsberater der Kammern oder die Berufsberater der Agentur für Arbeit.

Abbrechen ohne Plan B? Besser nicht

Wer die Ausbildung einfach abbricht, mischt sich selbst ganz schlechte Karten. Denn dann mündet der Abbruch nicht selten in die Arbeitslosigkeit. Besser ist es, erst dann den Ausbildungsplatz zu kündigen, wenn man bereits einen neuen Ausbildungsplatz bzw. eine wirklich gute Alternative gefunden hat. Und die könnten sein:

Eine Ausbildung in einem völlig neuen Beruf zu beginnen, noch einmal die Schule zu besuchen, um einen höheren Abschluss zu machen, eine Berufsfachschule zu besuchen, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) anzutreten, ein duales Studium zu beginnen bzw. in ein Studium zu starten.

Doch schon hingeworfen? Was dem Azubi dann zusteht

Vom Ausbildungsbetrieb muss der Azubi ein Arbeitszeugnis und die Lohnsteuerkarte ausgehändigt bekommen. Die Vergütung muss bis zum letzen Tag erfolgen. Dazu gehören auch Resturlaub und ggf. Überstunden. Ganz gleich aus welchen Gründen der Ausbildungsplatz weg ist - der Betroffene sollte sich umgehend arbeitslos melden. Es wird dann geprüft, welcher Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht. Dies ist auch deshalb wichtig, weil dadurch auch die Frage der Krankenkasse geklärt ist.