Niners: Jahresauftakt gegen Hagen am Samstag

Basketball Ab19 Uhr geht es in der Messehalle rund

Für die NINERS Chemnitz geht es in der 2. Basketball Bundesliga ProA weiter Schlag auf Schlag. Nachdem man das alte Jahr mit einem 101:91-Erfolg in Rostock gebührend abschloss, wartet am Samstag bereits das erste Spiel in 2020, bei dem man um 19 Uhr Phoenix Hagen in der heimischen Messe Chemnitz empfängt. Dabei können Sachsens beste Korbjäger ihre Serie von 13 siegreichen Partien weiter ausbauen und sich erneut auf über 3.000 Zuschauer freuen. Der bisherige Durchschnittswert von 3.469 Besuchern pro Partie bewegt sich ebenfalls auf vereinsinternem Rekordniveau und beschert den NINERS sogar ligenübergreifend und deutschlandweit betrachtet schon den zehnten Platz in der Basketballzuschauerstatistik.

Großer Zuschauerzuspruch bei den Niners

Nur die BBL-Clubs aus Berlin (8.625), Ulm (5.959), Oldenburg (5.726), Bamberg (5.692), München (5.265), Bonn (5.138), Frankfurt (4.504), Ludwigsburg (3.873) und Braunschweig (3.823) ziehen diese Saison im Schnitt mehr Besucher als Chemnitz in ihre Arenen. "Ein weiterer Beweis, dass der Umzug in die Messe für uns genau der richtige Schritt war", freut sich NINERS-Geschäftsführer Steffen Herhold über den Zuschauerzuspruch. Das hohe Interesse der hiesigen Korbjagdfans wird natürlich auch durch die aktuellen Erfolge des Teams befeuert und ihren Anfang nahm die bislang grandiose Spielzeit ausgerechnet mit einem denkwürdigen Match beim kommenden Gegner. Am 21. September letzten Jahres gastierte Chemnitz zum Saisonauftakt in der Hagener Krollmann-Arena und setzte sich nur dank eines verrückten Buzzerbeaters von Chris Carter mit 88:85 durch.

Die umkämpfte Partie unterstrich aber nicht nur die Nervenstärke der NINERS sondern auch das Potenzial der Feuervögel, wenngleich diese einige Zeit brauchten, um in der neuen Saison so richtig anzukommen. Aufgrund vieler personeller Wechsel und einiger Verletzungssorgen verlief der Saisonstart für Phoenix Hagen sehr holprig und ließ den Traditionsclub zwischenzeitlich sogar auf einen Abstiegsplatz rutschen. Spätestens mit der Nachverpflichtung des US-Amerikaners Jonathan Octeus (12.7 Punkte, 6.8 Assists, 6.5 Rebounds und 1.2 Steals pro Partie) setzte jedoch eine Wende bei den Westfalen ein, die zuletzt fünf Partien hintereinander gewinnen konnten, dabei sogar ernste Playoffkandidaten wie Heidelberg (78:67) oder Leverkusen (99:81) bezwangen und mittlerweile nur noch einen Sieg hinter dem begehrten achten Platz liegen. Neben Octeus wussten zuletzt dann auch sein Landsmann Kyle Leufroy (15.5 Punkte pro Partie), der tschechische Center Adam Pechacek (14.1), Dominik Spohr (12.5) und Joel-Sadu Aminu zu überzeugen. Mit dem wieder genesenen Niklas Geske (7.8), Jannik Lodders (6.7), Javon Baumann (6.3), Jonas Grof (6.1), Michael Gilmore (3.3) und Jasper Günther (2.3) hat Phoenix-Cheftrainer Chris Harris zudem zahlreiche, teils sehr erfahrene Alternativen auf der Bank.

Somit bietet Hagens Kader neben der notwendigen Qualität auch die entsprechende Tiefe, um in der ProA ein gehöriges Wörtchen um die Playoffplätze mitsprechen zu können. Dass man die Feuervögel ohnehin jederzeit auf der Rechnung haben muss, zeigten sie nicht nur beim Hinspiel sondern auch im Februar vergangenen Jahres bei ihrem letzten Auftritt in Chemnitz. Auch damals stand Hagen nur im Mittelfeld, auch damals waren die NINERS souveräner Tabellenführer, den Sieg aber krallte sich Phoenix mit einem klaren 84:69-Erfolg. "Wir sind gewarnt und wissen, dass wir am Samstag alles geben müssen", betont NINERS-Coach Rodrigo Pastore.