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Niners: Marcus Thornton wechselt zu Ligakonkurrenten

Basketball Topscorer absolvierte 33 Pflichtspiele im vergangenen Spieljahr

Die NINERS Chemnitz müssen den Abgang ihres Topscorers Marcus Thornton hinnehmen. Der trickreiche Dreierspezialist verlässt Sachsens beste Korbjäger und schließt sich zur neuen Saison einem Konkurrenten aus der easyCredit Basketball Bundesliga an. "Wir können Marcus nur für die herausragenden Leistungen im zurückliegenden Spieljahr danken und ihm alles Gute für die Zukunft wünschen", sagt NINERS-Coach Rodrigo Pastore. Geschäftsführer Steffen Herhold ergänzt: "Marcus hatte großen Anteil an unserem frühzeitigen Klassenerhalt und spielte sich mit vielen starken Partien auch in die Notizbücher anderer Clubs. Wir werden ihn bei seinem Gastspiel in Chemnitz herzlich begrüßen und wünschen ihm sportlich wie privat alles Gute."

Wichtiger Bestandteil des Teams

Thornton kam im letzten Sommer vom französischen Erstligisten ES Chalon-sur-Saône nach Sachsen, wo er zunächst etwas Anlaufzeit benötigte. "Marcus wurde in den Vorjahren meist als Shooting-Guard eingesetzt, während er bei uns primär auf der Point-Guard-Position agierte. Diese Rolle setzte er von Woche zu Woche immer besser um und wurde so zu einem ganz wichtigen Bestandteil unseres Teams", blickt Pastore auf Thorntons positive Entwicklung zurück. Spätestens in der Rückrunde gelang ihm dann endgültig der Durchbruch. Mit seinen Gamewinnern und Buzzerbeatern gegen Bamberg und Hamburg oder auch seinem genialen Pass auf Dominique Johnson zum Sensationssieg über Bayern München spielte sich der 28-Jährige in die Herzen der NINERS-Fans. Folgerichtig krönten diese ihn im Mai zum wertvollsten Chemnitzer Akteur der BBL-Premierensaison 2020/2021.

Treffsicherheit, Nervenstärke und Verantwortung

Insgesamt absolvierte Thornton 33 von 34 Pflichtpartien im zurückliegenden Spieljahr, stand jeweils mehr als 28 Minuten auf dem Feld und markierte im Schnitt 13.9 Punkte, 4.2 Assists sowie 1.9 Rebounds. Besonders beeindruckend waren seine Treffsicherheit von der Dreierlinie, die bei fast 40 Prozent bei 200 Versuchen lag, und die Fähigkeit, in engen Spielsituationen Verantwortung zu übernehmen. Mit seiner Nervenstärke und zahlreichen wichtigen Treffern in der Schlussphase enger Partien verdiente sich Thornton völlig zu Recht den Spitznamen "Mister Crunchtime".

Einige heiße Kandidaten für Thornton-Nachfolge

Rodrigo Pastore obliegt es derweil, gemeinsam mit Steffen Herhold und seinem neuen Assistenztrainer Gjrorgji "Djole" Kochov einen passenden Ersatz für Marcus Thornton zu finden. "Wir haben einige heiße Kandidaten und hoffen, alsbald die ersten Neuzugänge verkünden zu können", sagt Pastore.