Niners müssen den Schalter umlegen

Basketball Playoffränge rücken in immer weitere Entfernung

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Nach der Heimniederlage gegen Hagen soll gegen Baunach nun unbedingt ein Sieg gelingen. Foto: Toni Söll

Nach dem 49:70 in Köln kommen die Niners mehr und mehr in Erklärungsnöte, rücken doch die angestrebten Playoffplätze in immer weitere Entfernung. Mit der offensivschwächsten Saisonleistung kassierte die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore bereits die achte Niederlage im zwölften Spiel und rangiert damit weiterhin vier Zähler hinter dem begehrten achten Tabellenplatz der 2. Bundesliga ProA.

Bis Weihnachten muss sich etwas ändern

Bis Weihnachten stehen für die Niners noch drei vermeintlich machbare Gegner auf dem Programm. "Wir müssen langsam die Kurve kriegen", meint der argentinische Übungsleiter der Chemnitzer.

Los geht es am Samstagabend (Beginn: 19 Uhr, Hartmann-Halle) gegen Schlusslicht Baunach Young Pikes, wo nur ein Sieg zur Debatte stehen kann. Auch wenn die Gäste als Ausbildungsmannschaft des deutschen Dauerchampions Bamberg gelten, sind sie ausschließlich mit Talenten bestückt. Im Vorjahr gaben noch Andreas Obst und Johannes Thiemann den Ton bei den Young Pikes an. Doch die spielen inzwischen nicht nur in der Bundesliga, sondern auch auf internationalem Parkett und gehören zur erweiterten deutschen Nationalmannschaft.

Starke junge Talente

Auch aktuell sind im Baunacher Kader starke junge Spieler zu finden, so zum Beispiel Luis Olinde. Nicht von ungefähr hat das Riesentalent von Bamberg einen Vier-Jahres-Vertrag erhalten und steuerte am Wochenende gegen Bonn stolze zehn Punkte bei. Er ist ebenso zu beachten wie Taras, Dizdarevic oder der Centerhüne Leon Kratzer. Hinzu kommen der Litauer Kulboka und der Schwede Edwardsson. Zwar haben die Franken erst einen Ligasieg errungen. Doch sie werden sich im Laufe der Saison zu steigern wissen. Schon beim 65:67 gegen Ligatopfavorit Vechta waren sie einer gehörigen Überraschung sehr nahe. Letzte Woche wurde mit dem 83:73 über Heidelberg dann der Schalter umgelegt.

Mannschaftsleistung muss stimmen

Dies hoffen die Niners-Fans natürlich auch von ihrem Team. Da ein überragender Spieler wie in den letzten Jahren fehlt, kann nur eine komplette Mannschaftsleistung in die Erfolgsspur führen. Andy Mazurczak müht sich nach Kräften, reicht aber in die Präsenz eines Chris Carter nicht heran. Joe Lawson sucht seit Wochen nach seiner Form, die er in den letzten zwei Jahren so wunderbar aufs Parkett gebracht hat. Somit sind auch Fleischmann, Ziegenhagen und Co. gefragt, wollen die Niners nicht schon vorzeitig die (Playoff-)Segel streichen.

Dies kann zum Jahreswechsel natürlich ganz anders aussehen. Nach dem Baunach-Spiel kommen mit Ehingen und dem Weihnachtsmatch in der Chemnitz-Arena gegen Aufsteiger Karlsruhe weitere machbare Gegner. Zeit, den Schalter nun endlich umzulegen.