Niners verpflichten US-Amerikaner Josh Fortune

basketball Shooting-Guard für Verein nach Verletzungsserie

Die NINERS Chemnitz, ungeschlagener Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, mussten ihren jüngsten Erfolg gegen Baunach sehr teuer bezahlen. US-Guard Matt Vest zog sich während der Partie einen Mittelhandbruch zu und wird rund drei Monate ausfallen. Powerforward Ivan Elliot erlitt eine starke Schulterprellung, die ihn voraussichtlich drei Wochen zum Zuschauen zwingt. Weil obendrein auch Lukas Wank nach seinem Bandscheibenvorfall noch einige Zeit pausieren muss, haben die Verantwortlichen der NINERS reagiert und hoffen nach all dem Verletzungspech auf etwas mehr Fortune.

"Haben uns zügig geeinigt"

Genauer gesagt auf Josh Fortune, einen 24-jährigen US-Boy, den man bis Saisonende unter Vertrag nahm und der bereits Mittwoch in Chemnitz eintrifft. Ob bis zum Spiel in Hanau am Samstag schon der Aufenthaltstitel für den 1.96 Meter großen und 91 Kilogramm schweren Shootingguard erteilt und so eine Spielerlaubnis ausgestellt werden kann, ist noch offen. "Unsere Saison läuft bislang herausragend gut und wir möchten auch weiterhin so erfolgreich wie möglich sein. Nach den ganzen Verletzungen hatten wir aber nur noch sieben gestandene Akteure im Kader, von denen sich einige zuletzt auch schon mit kleineren Blessuren durchbeißen mussten. Das geht auf Dauer nicht gut, weshalb wir uns nach einem Neuzugang umschauten", erklärt Rodrigo Pastore.

Wie schnell es dann aber wirklich ging, überraschte selbst den erfahrenen Cheftrainer: "Wir hatten Josh Fortune bereits im Sommer auf dem Schirm und obwohl wir damals nicht zusammen kamen, blieben wir weiter in Kontakt. Nach den jüngsten Diagnosen haben wir ihn gleich am Sonntagabend angerufen, uns zügig geeinigt und Dienstag saß er schon im Flieger." Joshua Demetri Fortune, wie er mit vollem Namen heißt, stammt aus Hampton in Virginia, wo er an der High School erstmals basketballerisch von sich reden machte. Infolgedessen erhielt er 2012 ein Stipendium am renommierten Providence College, mit dem er zwei Jahre später den Titel der starken Big-East-Conference gewann und anschließend in die Pac-12 zur noch namhafteren Universität von Colorado wechselte.

Im Spätsommer absolvierte er dann ein Probetraining beim israelischen Zweitligisten Hapoel Haifa, kehrte aber noch vor Saisonbeginn in die Staaten zurück und war somit aktuell vertragsfrei. "Ein Glücksfall für uns, denn Josh ist ein äußerst vielseitiger Akteur. Er hat einen guten Distanzwurf und ein tolles Spielverständnis, ist schnell, athletisch sowie für einen Guard relativ groß. Mit seiner Spielweise bringt er nochmal eine neue Varianz in unseren Kader und wird uns deshalb auch helfen können, wenn die Verletzten wieder zurückkehren", ist Pastore überzeugt.