No Sports: neue Notunterkunft

Flüchtlinge Bis zur Sanierung werden am Sportforum 150 Plätze bereitgestellt

Auf der Suche nach weiteren Not- und Zwischenunterkünften für zugewiesene Flüchtlinge ist die Stadtverwaltung nun im früheren Haus des Sports am Sportforum fündig geworden. Dies erklärte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig am gestrigen Dienstag gegenüber Pressevertretern. Weil das Haus ab Anfang kommenden Jahres umfassend saniert werden soll, stehe es jetzt bereits in großen Teilen leer, so Ludwig. Bis zum Sanierungsstart wolle man es zur Unterbringung von bis zu 150 Flüchtlingen nutzen: "Unser Konzept bleibt die dezentrale Unterbringung in Wohnungen - diese Unterkunft ist wie die Turnhalle in Markersdorf eine Zwischenlösung, falls uns mehr Flüchtlinge zugewiesen werden als die derzeit prognostizierten 50 pro Woche." Ab Anfang November könnte das Haus des Sports zur Verfügung stehen. Die zweite und dritte Etage mit jeweils 50 Plätzen sollen vorübergehend zur Unterkunft unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge genutzt werden. Für diese werden derzeit an der Ritterstraße und der Friedrich-Hähnel-Straße sogenannte Clearing-Häuser errichtet, die ab Januar in Betrieb gehen sollen. Dort werden die jungen Flüchtlinge 24 Stunden am Tag betreut. Die Direktoren der benachbarten Schulen und die restlichen Mieter im Haus wurden gestern informiert, für die Eltern des benachbarten Sportinternats gibt es in den kommenden Tagen einen Extra-Elternabend. Man müsse aktuell nicht über weitere Notunterkünfte etwa in zusätzlichen Turnhallen nachdenken. Auch wenn das Haus des Sports eine Notlösung sein soll, scheint Ludwig sich keine Illusionen zu machen, dass sie ungenutzt bleibt: "Kaum macht man das Vorhandensein weiterer Kapazitäten öffentlich, schon stehen die Busse vor der Tür", sagte sie.