Nur fleißige Bauleute in Chemnitz?

Statistik Chemnitzer Arbeitspensum 2015 unter dem Sachsendurchschnitt

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Foto: vm/Getty Images

Chemnitz, die Arbeiterstadt? Dass Klischees nicht immer zutreffen, zeigt eine Erhebung des Statistischen Landesamtes Sachsen. Demnach wurde in Chemnitz mit 1.405 Stunden und in Leipzig (1402) im Jahr 2015 das geringste Arbeitspensum je Erwerbstätigen erbracht.

Andere Regionen kommen auf mehr Arbeitsstunden

Die Spitzenreiter im Landkreis Meißen brachten es dagegen auf eine durchschnittlich geleistete Arbeitszeit von 1.446 Stunden - 23 Stunden über dem Sachsendurchschnitt. Auf Platz zwei und drei folgen der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Mittelsachsen.

Innerhalb der einzelnen Branchen gab es bei der Pro-Kopf-Arbeitszeit deutliche Unterschiede. Mit 1.646 Stunden arbeitete ein Erwerbstätiger im Baugewerbe in Sachsen am längsten - hier verzeichnete der Landkreis Mittelsachsen innerhalb Sachsens mit 1.662 Stunden das höchste Arbeitspensum. Im Gegensatz dazu betrug die durchschnittliche Arbeitszeit je Erwerbstätigen im Bereich Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit nur 1.360 Stunden.

Branchen-Unterschiede sind erklärbar

In diesem Bereich war die Pro-Kopf-Arbeitszeit 2015 mit 1.322 Stunden im Erzgebirgskreis innerhalb von Sachsen am niedrigsten. Ursachen für die Unterschiede zwischen den Regionen und den Branchen waren beispielsweise die unterschiedlichen Arbeitszeiten sowie die weiterhin steigende Bedeutung von Teilzeitbeschäftigung oder der Anteil marginaler Beschäftigung.

Übrigens: In Sachsen wurden 2015 von den reichlich zwei Millionen Erwerbstätigen knapp 2,86 Milliarden Arbeitsstunden erbracht, 0,1 Prozent weniger als 2014.