Nur noch theoretische Playoff-Chancen für die Niners

Basketball Chemnitzer empfangen am Samstag den Ligaprimus Vechta

nur-noch-theoretische-playoff-chancen-fuer-die-niners
Trainer Rodrigo Pastore steckte mit seiner Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf zwei bis drei Niederlagen zu viel ein, um noch realistische Chancen auf die Playoffs zu haben. Foto: Andreas Seidel

Vor über 4.000 Zuschauern mussten sich die Niners bei den Gladiators Trier mit 74:81 geschlagen geben und haben somit nur noch theoretische Chancen, die Play-Offs zu erreichen. An der Mosel spielte die Mannschaft von Coach Rodrigo Pastore ein schwaches drittes Viertel und war beim 41:58 praktisch schon weg.

Doch der Einsatz stimmte und Chemnitz kam bis auf vier Punkte (62:58) heran, ehe Foulprobleme den Auswärtssieg in weite Ferne rücken ließen. Joe Lawson zeigte sich mit 24 Zählern am treffsichersten. Bei drei verbleibenden Partien und vier Punkten Rückstand auf den achten Platz müsste schon ein mittleres Wunder passieren.

Nächster Gegner ist Vechta

Denn am Samstagabend (Beginn: 19 Uhr, Richard-Hartmann-Halle) geht es für die Niners ausgerechnet gegen den Ligaprimus und ersten Anwärter auf den Bundesligaaufstieg. Rasta Vechta kann aus dem Vollen schöpfen. Dabei kehrt mit Chris Carter der überragende Spielmacher der vergangenen Saison an seine alte Wirkungsstätte zurück. Er setzt vor allem seine Landsleute Gonzalvez, Young, Hinrichs und Smith sowie den 2,12 Meter großen Robin Christen immer wieder gut in Szene.

Hinspiel gewann der Bundesliga-Abesteiger

Das Team von Trainer Doug Spradley hat in der Saison ganze zwei Niederlagen einstecken müssen, im November beim ärgsten Rivalen Crailsheim (73:77) und Mitte Januar in Trier (88:89). Spradley übernahm im vergangenen Sommer die Geschicke in Vechta, hat davor aber schon viel Erfahrung gesammelt. Acht Jahre coachte er Paderborn, vier Jahre Bremerhaven und war von 2014 bis 2016 in Würzburg verantwortlich.

"Wir werden alles versuchen", will Pastore das Spiel so lange wie möglich offen halten. Beim Hinspiel im November (89:64) hatten die Chemnitzer keinerlei Siegchance. Vielleicht können sie mit den eigenen Fans im Rücken am Rasta-Sockel rütteln.