Öffentliche Vortragsreihe zum Thema "Heimat"

Gesellschaft Juniorprofessur Grundschuldidaktik Philosophieren mit Kindern lädt ein

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Foto: Thomas Schmotz

"Der Heimatbegriff gilt in Deutschland als ein politisch und historisch vorbelasteter Begriff, welcher als veraltet und unangemessen für die Diskurse zum gegenwärtigen politischen Geschehen erscheint. Interessanterweise erfährt er trotz dieser vorbelasteten Geschichte nicht nur in der alltäglichen Lebenswelt, sondern auch im kulturellen und wissenschaftlichen Bereich eine unerwartete Konjunktur. Das Bedürfnis nach der Beschäftigung mit dem Thema Heimat findet sowohl aus der individuellen als auch aus der gesellschaftlichen Ebene statt", meint Jun.-Prof. Dr. Minkyung Kim, Inhaberin der Juniorprofessur Grundschuldidaktik Philosophieren mit Kindern an der Technischen Universität Chemnitz.

Der Begriff "Heimat" aus verschiedenen Perspektiven

Was ist also Heimat? Ein Ort oder ein Gefühl? Und in welchem Verhältnis werden Themen wie Globalisierung und Migration hierzu gesehen?

Solchen Fragen und dem allgemeinen Begriff der Heimat und widmet sich die Juniorprofessur Grundschuldidaktik Philosophieren mit Kindern an der TU Chemnitz bei drei öffentlichen Vorträgen im Wintersemester 2017/2018. Diskutiert wird aus soziologischer, philosophischer und künstlerisch-dokumentatorischer Sicht. Somit sollen möglichst viele Perspektiven des spannenden Themas beleuchtet werden.

Termine der Vortragsreihe

Jeweils um 18 Uhr beginnen die Vortragsabende im 4. Obergeschoss des Rawema-Gebäudes in Chemnitz (Straße der Nationen 12). Zur Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen, der Eintritt ist für alle frei.

Start ist am 23. Oktober mit Prof. Christian Neuhäuser von der TU Dortmund mit einem Vortrag zum Thema "Was ist Integration und was soll sie leisten?", welcher entgegen der aktuellen öffentlichen Debatte um Sicherheit und Ordnung den Aspekt des Lebens in Selbstachtung beleuchten soll.

Am 30. November geht es weiter mit dem Vortrag "Meine Brüder und Schwestern im Norden" von Frau Prof. Sung-Hyung Cho von der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken.

Am 14. Dezember spricht Prof. Dr. René Gründer von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim über "Götter des Selbst, des Landes oder des Volkes? Ethnografische Erkundungen zu "Beheimatungsprozessen" in neuheidnischen Glaubensgemeinschaften".