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Operieren mit 3D-Brille

Medizin DRK Krankenhaus Rabenstein setzt 3D-Technik bei minimal-invasiven Eingriffen ein

Seit Anfang Juni verfügt die Frauenklinik des DRK Krankenhauses Chemnitz-Rabenstein über ein hochmodernes 3D Laparoskopie-System. Damit ist sie die erste Frauenklinik der Region, die diese 3D-Technik bei minimal-invasiven Operationen einsetzt. Die neue Technologie überträgt in Echtzeit dreidimensionale Full-HD-Bilder aus dem Bauchraum der Patientin auf den Monitor im OP-Saal. Spezielle Brillen ermöglichen dann die räumliche Wahrnehmung der Aufnahmen. Durch die so gewonnene Tiefenwahrnehmung entsteht eine präzise räumliche Darstellung der Anatomie, wie es mit konventionellen 2D-Systemen nicht möglich ist.

"Die Hand-Augen-Koordination wird so deutlich verbessert, wir können damit schneller und vor allem sicherer operieren", sagt Dr. med. Jens Schnabel, Chefarzt der Frauenklinik. "Das neue 3D Laparoskopie-System ermöglicht das minimal-invasive Verfahren auch bei schwierigeren OPs, die bislang offen gemacht wurden und ist inzwischen fast täglich im Einsatz. Wir nutzen es vor allem für komplexere Operationen, zum Beispiel bei onkologischen Operationen wie Karzinom- und Lymphknotenentfernungen, aber auch für Operationen bei Senkungen des Beckenbodens."

Bei der Laparoskopie (Bauchspiegelung) werden mit Hilfe eines optischen Instruments Eingriffe innerhalb der Bauchhöhle vorgenommen ohne große Öffnung der Bauchdecke - ein schonendes Verfahren für die Patientinnen, sie erholen sich schneller und können früher wieder nach Hause. Die laparoskopischen Eingriffe erfolgen über zentimeterkleine Schnitte, durch die die Instrumente sowie eine spezielle Kamera geführt werden, um Bilder aus der Bauchhöhle auf einen Monitor zu übertragen. Bislang erfolgte die Bildgebung dieser Operationen zweidimensional. Mit der neuen Technologie erfolgt die Bildgebung nun dreidimensional, also räumlich.

Die Kosten für das 72.000 Euro teure Gerät wurden aus Eigenmitteln finanziert.



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