Opernprojekt bringt "Weiße Rose" auf die Bühne

Oper Anknüpfen an die Geschehnisse in Chemnitz

opernprojekt-bringt-weisse-rose-auf-die-buehne
Im Konzertsaal der Musikschule sind Andreas Beinhauer und Katharina Baumgarten als die Scholl-Geschwister im Stück "Weiße Rose" auf der Bühne zu erleben. Foto: Andreas Seidel

Eine Kammeroper-Inszenierung, die in nur zwei Monaten entstand und an die Geschehnisse in Chemnitz Ende August am Rande des Stadtfestes anknüpft, ist ab jetzt in der Städtischen Musikschule zu sehen: Udo Zimmermanns "Weiße Rose", die als Kooperation der Theater Chemnitz und der Musikschule zusätzlich in den Spielplan aufgenommen wurde.

Erinnerung an die Scholl-Geschwister

In der Inszenierung von Nils Braun, der Ausstattung von Rebekka Bentzen und unter der musikalischen Leitung von Jakob Brenner singen Katharina Baumgarten und Andreas Beinhauer. Das Stück schildert die letzte Stunde der Geschwister Hans und Sophie Scholl vor ihrer Hinrichtung am 22. Februar 1943.

Als führende Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose kämpften sie bis zum Moment ihres Todes mutig gegen die nationalsozialistische Herrschaft. "Angesichts dessen ist nicht zu verstehen, dass die weiße Rose, dieses antifaschistische Symbol, im September 2018 in Chemnitz bei einem populistischen 'Trauermarsch' direkt neben verbotenen Symbolen des Rechtsextremismus getragen wurde", so die Theater Chemnitz.

Zu sehen ist die "Weiße Rose" am 18. November um 17.30 Uhr sowie am 22. November, 4. Dezember und 17. Januar, jeweils 10.30 Uhr im Konzertsaal der Städtischen Musikschule.

Gemeinsam stärker

Die Aufführungsserie gehört zur Veranstaltungsreihe "Gemeinsam stärker" und zum Programm des Festivals "Aufstand der Geschichten". Sie wird im Rahmen des Programms "Demokratie Leben!" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert sowie von enviaM und ASA-FF unterstützt.