Orte der Akzeptanz schaffen

Soziales Verein "different People" bekommt Fördermittel vom Freistaat

Der Verein "different People" - ein Beratungs- und Kommunikationszentrum für homo-, a-, bisexuell, trans- oder intergeschlechtlich lebende Menschen, deren Angehörige und alle Interessierten - hat in dieser Woche Besuch von der Sächsischen Staatsministerin Petra Köpping bekommen. Sie hat dem Verein Fördermittel in Höhe von 80.000 Euro pro Jahr bis 2021 zugesagt, um ihr Projekt "Akzeptanz leben? Lass' uns reden!" zu realisieren. Der Verein will die Gelder dort in erster Linie in die Bildungsarbeit stecken. "Unser Ziel ist es, Schulen und Plätze, an denen sich Jugendliche aufhalten, zu Orten der Akzeptanz zu machen", erklärt Vereinsmitglied Heiko Weigel. Aktuell sei es so, dass "schwul" das weit verbreitetste Schimpfwort an Schulen ist. Unter anderem sollen Aufklärungsarbeit und Schulungen für Lehrer und Sozialarbeiter dafür sorgen, dass sich das ändert. In den Grundschulen gehe es zudem um die Vermittlung von alternativen Familienbildern, wie Patchworkfamilien.

Im Dezember 2002 wurde von 14 Lesben und Schwulen der Grundstein für den Verein different people gelegt. Derzeit unterstützen über 60 Mitglieder und zahlreiche Ehrenamtler die Gemeinschaft. Ziele des Vereins sind es, die Akzeptanz der Liebens- und Lebensrealitäten von homo-, a-, bisexuell, trans- oder intergeschlechtlich lebende Menschen zu fördern, Vorurteilen entgegenzuwirken und Diskriminierung abzubauen. Gerade im ländlichen Raum sei die Lage für nicht heterosexuelle Menschen nach wie vor schwierig, so Heiko Weigel.