Palästina-Demo in Chemnitz: Polizei verhindert Eskalation

Palästina-Unterstützer fordern Ende der Gewalt

Chemnitz

Am Freitagnachmittag kam es zu einer lautstarken Demonstration neben der Chemnitzer Zentralhaltstelle.

Protest gegen Vorgehen der israelischen Armee

Die propalästinensische Versammlung in Form eines Infostandes begann gegen 14 Uhr im Bereich Straße der Nationen/Johannisplatz. In der Spitze nahmen schätzungsweise 100 Teilnehmer an der Versammlung teil. Gegen 17.20 Uhr wurde diese Versammlung beendet. Die Teilnehmer brachten sehr lautstark ihren Protest gegen das Vorgehen der israelischen Armee im Gazastreifen zum Ausdruck. Aufgerufen dazu hatte die Gruppe "Chemnitz 4 Falastin".

Ausmaße werden immer größer

Die Hungersnot im Gaza-Streifen nimmt immer größere Ausmaße an. Immer mehr Menschen werden getötet, selbst an den sehr wenigen Essensausgabestellen. Das muss endlich ein Ende haben, so ein Teilnehmer der Demo.

Kleine Gruppe an Gegendemonstranten

Drei oder vier Gegendemonstranten, die sich mit Israel-Fahnen am Rand der Demonstration aufgestellt hatten, wurden von einigen Demo-Teilnehmern unsanft attackiert, wobei die Fahnen zerrissen wurden.

Schnelles Eingreifen der Polizei

Durch das schnelle Eingreifen der Polizei wurde die Lage sofort beruhigt.

Update der Polizei am 25. Juli, gegen 19.10 Uhr

 

Im Verlauf der Versammlung formierte sich im Umfeld ein bei der Versammlungsbehörde spontan angezeigter und genehmigter, proisraelischer Gegenprotest von einigen Personen. Als propalästinensische Versammlungsteilnehmer auf den Gegenprotest aufmerksam wurden, schlossen sich nach dem derzeitigen Kenntnisstand etwa zehn Personen zu einer Gruppierung zusammen. Im Anschluss ging die Gruppe auf zwei proisraelischen Teilnehmer zu und gerieten mit ihnen in einen Disput. Dabei sollen drei der bislang unbekannten, propalästinensische Versammlungsteilnehmer gemeinschaftlich zwei mitgeführte israelische Fahnen beschädigt und einem der Gegenprotestler eine Kette mit Davidstern entrissen und geraubt haben. Danach waren die Angreifer unerkannt geflüchtet. Die beiden Geschädigten (51/m, 63/m - beide deutsche Staatsbürger) blieben augenscheinlich unverletzt.

Ermittlungsverfahren eröffnet


Es wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs sowie des Raubes eröffnet. Im Zuge der Ermittlungen durch die Chemnitzer Kriminalpolizei werden erste Hinweise zur Täterschaft geprüft.

 

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