"Panther Challenge": Er geht das härteste Schülerpraktikum Deutschlands an

Ausbildung Chemnitzer Paul setzte sich gegen mehr als 400 Bewerber durch

Der 15-jährige Chemnitzer Paul Häsler hat sich bei der Bundespolizei für das härteste Schülerpraktikum Deutschlands beworben. Warum das Ganze so hart ist, erfahren wir im Gespräch mit dem Neunklässler.

Vom 16. bis 18. Juli bietet die Bundespolizei in Deggendorf eine seltene Möglichkeit für 99 Jugendliche ein dreitägiges Praktikum zu absolvieren. Unter dem Namen "Panther Challenge" wird seit 2014 deutlich, worum es geht. An vier Standorten in Deutschland werden Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren auf Herz und Nieren geprüft.

Die Motivation ist wichtig

Generell bietet die Bundespolizei deutschlandweit keine Möglichkeiten für Schülerpraktika an, weshalb es für Paul eine Ehre ist, dass er Teil der dreitägigen "Panther Challenge" wird. Er erzählt, wie wichtig es ihm ist, vorher in einen Beruf hinein schnuppern zu können, um zu wissen, was einen erwartet. Die Familie plant extra einen Kurzurlaub in Deggendorf, um Sohn Paul das Praktikum zu ermöglichen.

Wir wollten wissen, was Paul so am Berufsfeld der Bundespolizei interessiert: "Das vielfältige Berufsfeld spornt mich an herauszufinden, was am besten zu mir passen würde, um im Polizeidienst tätig zu werden." Wie er mitteilte, interessiert er sich auch sehr für die Arbeit in den Bereichen Kontrolle des Hafen-, Flug- und Bahnverkehrs.

Voraussetzungen der Panther Challenge

Kerngesunde, willensstarke und sportliche Jugendliche wurden gesucht. Allein für das Praktikum in Deggendorf bewarben sich rund 600 Teenager. Dass man sich bei der Polizei harten Sporttest unterziehen muss, ist kein Geheimnis. Aber Paul fühlt sich gut vorbereitet. "Beim Fitnesstest der Polizei in Chemnitz habe ich als jüngster Teilnehmer sehr gut abgeschnitten und war sehr motiviert und schaffte es sogar unter die besten zehn Teilnehmer." Außerdem spielt der 15-Jährige seit zehn Jahren viermal wöchentlich beim Fußballverein VfB Fortuna Chemnitz.

Wirklich das "härteste" Praktikum?

Paul kann sich auf ein Wochenende in Uniform freuen. Übernachtet wird im Schlafsack in Mannschaftszelten, egal wie das Wetter wird. Die jungen Teilnehmer werden von erfahrenen Polizisten auf Teamfähigkeit, Intelligenz und Fitness geprüft und müssen sich unterschiedlichen Herausforderungen stellen. An die Grenzen zu gehen oder sogar darüber hinaus, wird erwartet. Auch Polizeihubschrauber, die Ausbildung am Wasserwerfer, ein drillmäßiges Einsatztraining, eine Einsatzfahrt mit Dienstboten auf der Donau, das Laufen in Körperschutzausstattung mit Polizeihelm oder die Konfrontation mit einer mit Hooligans, die Pyrotechnik zünden, gehören zum Programm. Die Teilnehmer sollen einen möglichst authentischen Einblick in den dienstlichen Alltag und das Einsatzgeschehen bei der Bundespolizei bekommen.

Karriere bei der Bundespolizei

Auch 2019 gibt es wieder Ausbildungsmöglichkeiten. 3000 Stellen für junge Frauen und Männer sind in diesem Jahr ausgeschrieben. Damit gibt es einen Einstellungsrekord. Wer sich für Gefahrenabwehr und Kriminalitätsabwehr interessiert, kann sich bei der Bundespolizei bewerben.