"Parents for Future" fordern Klimanotstand für Chemnitz

Klima Kundgebung auf dem Neumarkt vor den Fraktionssitzungen

Die Chemnitzer Ortsgruppe "Parents for Future" hat am heutigen Nachmittag eine Kundgebung mit dem Aufruf "Klimanotstand jetzt!" auf dem Neumarkt gegeben. Diese galt vor allem den Stadträten, die turnusmäßig montags ihre Fraktionssitzungen im Rathaus abhalten. Die Demo-Teilnehmer wollten damit noch einmal dringlich die Bedeutung Petition, den Klimanotstand auch in Chemnitz auszurufen, betonen. Darüber abgestimmt wird zur Stadtratssitzung am 5. Februar. "Ziel ist es, den Stadträten die Dringlichkeit des Klimanotstands zu verdeutlichen. Bereits 68 deutsche Städte haben diesen ausgerufen. Damit soll keine Hysterie geschürt werden, sondern der Bewältigung der Klimakrise auch auf kommunaler Ebene höchste Priorität eingeräumt werden", sagt Stefan Klix im Namen der "Parents for Future".

"Bauminfarkt" in Chemnitz

Die Auswirkungen der Klimakrise hätte, so betont die Ortsgruppe, Chemnitz bereits zu spüren bekommen. In den Jahren 2018 und 2019 sind von rund 33.000 Straßenbäumen laut Umweltzentrum und Grünflächenamt ca. 2.500 Stadtbäume gestorben, vor allem wegen Trockenheit und Schädlingsbefall. "Chemnitz erlebt einen schweren Bauminfarkt ", sagte Mitglied Uwe Grüner. Im Hinblick auf den Klimanotstand fordert er den Stadtrat nun zum konsequenten Handeln auf: "Helfen Sie den Bäumen, dem Klima und schützen Sie unsere Lebensgrundlagen! Wir brauchen eine ambitionierte Klimaschutzpolitik in Chemnitz", betonte Grüner während der Kundgebung, bei der nur wenige Stadträte vorbeischauten. Die Ortsgruppe und alle Verfechter der engagierten Klimapolitik fordern nicht nur die offizielle Anerkennung des Notstandes, sondern auch konkrete Maßnahmen. Wie aus Kreisen der Fraktionen zu erfahren war, besteht noch intensiver Gesprächsbedarf vor der Abstimmung am kommenden Mittwoch.