Party auf dem Ankerberg

Historie Wie Fans vor zwölf Jahren gefeiert haben

Volksfest auf dem Ankerberg: Damals wie heute. Im Jahre 2000 steppte auch schon der Bär. Das MuZ-Weber-Projekt unter Regie von Rolf Biland ist eingestellt worden - die Mannschaft fehlte - das Geld war alle. Doch den Fans war das letztlich egal. Sie feiern und das eine Woche lang auf dem Ankerberg. Sie kommen aus allen Teilen des Landes, aber auch aus Österreich, Tschechien, Italien, Frankreich, Italien, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien, Luxemburg und, und... Sie feiern in dieser Woche auch alles. Weihnachten, Ostern, dass die Freundin weggelaufen ist, dass eine Neue im Zelt einzog - sie feiern die Frau und Freundin, die zuhause bleiben wollten - sie feiern die Männerfreundschaft. Sie bringen mit, was im heimischen Haushalt nicht niet- und nagelfest ist: Polstermöbel, alte Schreibtische, Wohnzimmerschränke bis hin zu Käfigen, in denen ein halbes Dutzend Hühner gehalten wird. Motoren mit Drehzahlen, die jenseits der Zivilisationsgrenze liegen. Ausgediente Panzeraggregate und den halben Fahrzeugpark der ehemaligen DDR-Armee sowie die Restbestände an Zwei-, Drei- und Vierradvehikeln der damaligen sowjetischen Truppen. Und die Nächte werden heiß. Go-go-Girls tanzen bis in den Morgen und im Nebenzelt steht "Oel-Catchen" auf dem Programm.. Fast 6.000 Zelte haben die 12.500 "Camping-Racing-Spezies" neben dem Sachsenring aufgebaut und ein mancher hat von seiner Stofftür aus den Spaß auf der Piste nur von dort aus verfolgen können. "Einrichten auf eine gute Zeit", heißt die Parole in diesem Jahr unter den Fans.