Paukenschlag: CFC-Ikone wechselt zum VfB Fortuna Chemnitz

Ulf Mehlhorn verlässt die Himmelblauen

Chemnitz

Er hat auf dem Rasen Club-Geschichte geschrieben, als Nachwuchstrainer über viele Jahre seine Erfahrungen weiter gegeben und sich dabei stets bescheiden gezeigt.

Jetzt ist das Kapitel Chemnitzer FC beendet. Ulf Mehlhorn wird aus persönlichen Gründen seine Tätigkeit als U15-Trainer im Nachwuchsleistungszentrum des Chemnitzer FC beenden.

Das hat der Verein am Donnerstag mitgeteilt.

Mehlhorn hinterlässt bleibende Spuren

Die Vereinslegende war zuvor mit dem Wunsch auf Vertragsauflösung zum 15. Mai 2026 an den Vereinsvorstand herangetreten, um sich künftig beruflich neu zu orientieren.

"Wir bedauern diese Entscheidung sehr, respektieren sie aber selbstverständlich. Ulf Mehlhorn ist einer der größten Spieler unserer Vereinsgeschichte und hat auch im Nachwuchsleistungszentrum bleibende Spuren hinterlassen. Mit seiner bodenständigen und menschlichen Art war er über viele Jahre hinweg ein echtes Vorbild für unsere jungen Spieler. Er genießt ein enormes Ansehen bei unseren Fans und ist eine herausragende Identifikationsfigur für den Chemnitzer FC", zeigte sich sich der Vorstandsvorsitzender Helmut Brunhuber dankbar.

Teil der Legenden-Elf

Mit 484 Pflichtspielen ist Ulf Mehlhorn Rekordspieler des Chemnitzer FC und prägte den Verein über Jahrzehnte - zunächst als Leistungsträger und Kapitän auf dem Platz, später in verschiedenen Funktionen im Nachwuchsleistungszentrum.

Zuletzt wurde er von den Fans in die Legenden-Elf des CFC gewählt. Auf dem Rasen sieht man Mehlhorn nicht mehr aktiv. "Das lässt die Gesundheit nicht mehr zu", sagte Mehlhorn. Der gebürtige Stollberger kam 1981 in die Nachwuchsabteilung des FC Karl-Marx-Stadt , blieb bis 1995 und trug auch von 1998 bis 2005 das himmelblaue Trikot.

Er mischte zum Beispiel bei den EC-Spielen unter Chefcoach Hans Meyer mit.

 

Tor gegen Porto

Unvergessen ist eine Szene aus dem Europacup. Im Herbst 1989 traf der FC Karl-Marx-Stadt in der 1. Runde auf Boavista Porto. Nach dem 1:0-Hinspielsieg des FCK führte Porto in der Verlängerung schon 2:0. Doch Chemnitz schlug zurück. Steffen Heidrich besorgte in der 105. Minute das 1:2.

Kurz vor dem Abpfiff der Verlängerung bekam der FCK noch einen Freistoß zugesprochen, den Ulf Mehlhorn trat. "Hau den Ball auf die vorhandene Stadion-Baustelle und wir haben Ruhe", gab Heidrich seinem Mitspieler einen Rat.

Den Rat befolgte die Vereinsikone aber nicht, sondern verwandelte zum 2:2-Endstand. Karl-Marx-Stadt stand in der 2. Runde!

Wechsel zu Fortuna

Mehlhorn begründet seinen Schritt. "Mir fällt es tatsächlich immer schwerer, die Belastungen aus mehreren Trainingseinheiten und den Spielen am Wochenende wegzustecken.

Deshalb habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen", sagte Mehlhorn. Dennoch bleibt der 57-Jährige dem Sport weiter erhalten.

"Ich werden mich künftig als Objektverantwortlicher beim VfB Fortuna Chemnitz um den Erhalt und die Pflege der Sportanlagen kümmern", verriet Mehlhorn.

 

 

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich