PETA: Chemnitz nimmt Tod von Exoten in Kauf

Veranstaltung Terraristik- und Reptilienbörse steht unter Kritik

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Foto: HuyThoai/iStockphoto

Die Tierschutzorganisation PETA fördert die Behörden auf, Börsen und Ausstellungen mit empfindlichen Exoten künftig zu untersagen. Anlass stellt unter anderem die Terraristik- und Reptilienbörse dar, die an diesem Sonntag in der Stadthalle Chemnitz stattfinden soll.

Höffken: "Lebewesen wie billiger Trödel verramscht"

PETA argumentiert, dass die Reptilien bei der Präsentation durch lange Transportzeiten und fehlende Rückzugsmöglichkeit enormem Stress ausgesetzt werden. Viele der empfindlichen Tiere sterben schon, bevor sie überhaupt in den Handel kommen. "Auf Reptilienbörsen wie der in Chemnitz werden empfindliche Lebewesen wie billiger Trödel verramscht. Händler geben zudem Tiere an Besucher ab, die sich spontan - und oft ohne jegliche Fachkenntnisse - für den Kauf der anspruchsvollen Exoten entscheiden", so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA.

Im vergangenen Jahr entschied Passau als erste deutsche Stadt, Veranstaltungen dieser Art zu verbieten. PETA fordert Chemnitz auf, sich ein Beispiel an dieser Entscheidung zu nehmen.

Die Veranstalter der Terraristik- und Reptilienbörse möchten zu diesen Anschuldigungen keine Stellung nehmen.