Pilotprojekt: Autos müssen Kehrmaschinen weichen

Entwicklung ASR startet Aktion für saubere Straßen im Stadtgebiet

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Eines der neuen Halteverbotsschilder mit Zeitbegrenzung für die Straßenreinigung an der Zeißstraße/Ecke Helmholtzstraße. Foto: Toni Söll

Stadtsauberkeit wirkt sich positiv auf die gesellschaftliche Entwicklung einer Stadt aus - so der Chemnitzer Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb ASR. Seinen Beitrag zum Gelingen der Kulturhauptstadtbewerbung will der Betrieb jetzt mit einem Pilotprojekt leisten: Seit Montag gelten an elf ausgewählten Straßenabschnitten ortsfeste Halteverbotsschilder - jeweils zwei Stunden im Zeitraum von 7 bis 12 Uhr - damit der ASR dort die Straßenränder und Gullydeckel reinigen kann.

Betroffen sind Abschnitte auf der Josephinenstraße, Zeißstraße, des Luisenplatzes, der Ammonstraße, Mosenstraße, Albrechtstraße, Pestalozzistraße, Henriettenstraße, Hoffmannstraße, Bayreuther Straße und des Gerhart?Hauptmann?Platzes. "Bisher ist eine effiziente und sichtbare Reinigung in diesen Gebieten nicht möglich", so der ASR. Insgesamt wurden 30 Halteverbotsschilder für das Projekt aufgestellt, Grundstückseigentümer und Verwalter mit einem Schreiben informiert sowie Aushänge in Häusern angebracht.

Variante ohne Verbotsschilder

In einer zweiten Variante - in sieben anderen Testabschnitten, in denen keine Verbotsschilder aufgestellt werden - versucht der ASR durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit die Anlieger für die Straßenreinigung ohne behördliches Handeln zu sensibilisieren. Dazu werde die bereits bestehende Abfallkalender-App um die Reinigungstermine erweitert.

Bei beiden Varianten sei das Verhalten der Autofahrer essenziell, so der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb. Das Projekt zur Straßenreinigung soll bis voraussichtlich Ende Mai 2019 andauern und kostet 18.000 Euro. In den reinen Wintermonaten werde laut ASR darauf verzichtet.