Pläne für Gesamtschule werden konkreter

Bildung Stadtrat legt Weichen für Neubau

Wenn der Stadtrat am kommenden Mittwoch das erste Mal in diesem Jahr tagt, dann hat er das Thema Gesamtschule auf der Tagesordnung stehen. Wie aus einer Beschlussvorlage hervorgeht, könnte damit endlich grünes Licht für einen Neubau an der Heinrich-Schütz-Straße erfolgen. Dafür muss die Stadt zunächst eine etwa 5000 Quadratmeter große Fläche von der Bethanien Krankenhaus Chemnitz gGmbH zurückkaufen. Wenn dies vollzogen ist, soll gemäß der durch den Stadtrat beschlossenen Schulnetzplanung aus dem Jahr 2018 mit der Errichtung einer neuen zweizügigen Grund- und Oberschule ein Campus nach dem Vorbild des Chemnitzer Schulmodells etabliert und somit der Beschlussantrag zum Projekt "Gute Schule" umgesetzt werden.

Freies und unabhängiges Lernen

Der gleichnamige Verein plädiert seit Jahren für ein durchgehendes Schulkonzept von Klasse 1 bis 10, in dem es den Kindern möglich ist, die Grundschul- und Oberschulstufe im gleichen Klassenverband zu absolvieren. Sowohl das Gebäude als auch das Personal sollten staatlich getragen sein. "Es gibt kein Schulgeld, Kinder sollen unabhängig von der finanziellen Situation der Familie und frei von Ideologien diese Schule besuchen können", so der Verein weiter.

Die Inbetriebnahme ist für das Schuljahr 2023/2024 avisiert. Bislang waren staatliche Gemeinschaftsschulen in Sachsen nicht vorgesehen. Eine landesweite Petition von Befürwortern dieser Schulart versammelte jedoch mehr als 50.000 Unterschriften.

In Chemnitz würde die Schule auf dem Sonnenberg die zweite Gesamtschule nach dem Chemnitzer Schulmodell auf dem Kapellenberg sein.