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Planung mit Dresdener Festivalmachern?

Kultur Stadtratsbeschluss zu "Ostrale"

Der Vorstoß kam überraschend: Die "Ostrale", ein Festival für zeitgenössische Kunst, könnte nach mehr als zehn Jahren in Dresden, nach Chemnitz gelockt werden. Weil den Ostrale-Machern in Dresden das Festival-Gelände verloren geht, schauen sie sich andernorts um. Man könne ihnen Flächen an der Zwickauer oder Altchemnitzer Straße anbieten - und dazu 250.000 Euro jährlich für die nächsten zehn Jahre, so der Vorschlag der Stadtverwaltung, über den der Stadtrat abstimmen muss.

Zwei Änderungsvorschläge beim Stadtrat

Unumstritten ist die Idee nicht: Die freie Kulturszene in der Stadt wunderte sich, dass plötzlich langfristige Verträge - und damit eine verlässliche Finanzierung und Planungssicherheit - angeboten werden. Ein solches Angebot sei ihnen in der Vergangenheit regelmäßig verwehrt worden. Und dass die Dauerfinanzierung nun ausgerechnet Dresdner Festivalmachern angeboten wurde, stieß auch nicht überall auf Gegenliebe. Entsprechend liegen dem Stadtrat zwei Änderungsvorschläge vor.

Die CDU/FDP-Fraktion wünscht, dass das Festival zwingend auch überlegen muss, wie es die Chemnitzer Szene einzubinden gedenkt. Auch die Grünen-Fraktion hat einen Änderungsantrag eingebracht: Hier wird gefordert, dass spätestens ab 2020 auch Chemnitzer Machern eine mehrjährige Förderung angeboten wird. Bis Ende 2018 soll die Verwaltung darüber hinaus ein Konzept vorlegen, wie man Chemnitzer Veranstaltungsmarken wie die "Begehungen", die Tage der jüdischen Kultur, das Mozartfest oder das Filmfestival "Schlingel" mit städtischen Mitteln weiterentwickeln könnte. Dass die "Ostrale"-Idee sich heute durchsetzt, darf also nicht als gesichert gelten.



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