Plötzlich keine TV-Sender mehr? Das ist in Chemnitz und Umgebung jetzt zu tun

Technische Umstellung bei Vodafone in der Nacht zu Dienstag

Region

Fernsehzuschauer in Chemnitz und vielen umliegenden Städten müssen sich auf eine technische Änderung einstellen: Vodafone stellt in der Nacht zum Dienstag die TV-Frequenzen im Kabelnetz um. Wer danach weiter alle Programme wie gewohnt sehen möchte, sollte wissen, was zu tun ist.

Warum Vodafone das Kabelnetz umbaut

Mit der Umstellung optimiert Vodafone sein Kabelnetz am regionalen Technik-Standort Chemnitz. Ziel ist es, langfristig mehr Kapazitäten und Flexibilität für kabelbasierte Internetangebote zu schaffen. Dafür erhalten zahlreiche TV- und Hörfunkprogramme neue Frequenzen.

Diese Orte sind von der Umstellung betroffen

Die Frequenz-Umstellung betrifft unter anderem folgende Städte und Gemeinden: Chemnitz, Hartmannsdorf, Plauen, Meerane, Glauchau, Mülsen, Limbach-Oberfrohna, Burgstädt, Neukirchen, Grüna, Burkhardtsdorf, Niederfrohna, Lichtenau, Hohenstein-Ernstthal, Lichtenstein, Oelsnitz, Gornsdorf, Thum und Thum-Jahnsbach.

Teilweise neuer Sendersuchlauf erforderlich

Nach der Umstellung ist in vielen Fällen ein Sendersuchlauf erforderlich, damit alle Programme wieder korrekt empfangen werden können. Vodafone-, Unitymedia- oder Sky-Receiver aktualisieren die Sender in der Regel automatisch. Bei anderen Empfangsgeräten oder Fernsehern, die direkt am Kabel angeschlossen sind, muss der Suchlauf oft manuell gestartet werden. Vodafone empfiehlt, Receiver und Kabel-Router während der Umstellung nicht vom Strom zu trennen und am Morgen des 13. Januar zu prüfen, ob alle Sender verfügbar sind.

Aufnahmen und Favoriten prüfen

Je nach Gerät kann es notwendig sein, Favoritenlisten neu zu sortieren oder geplante Aufnahmen neu zu programmieren. Gerade bei älteren Fernsehern oder Receivern ohne automatische Aktualisierung ist ein kurzer Check ratsam.

Neuer Standard erleichtert Sender-Suche

Im Zuge der Umstellung führt Vodafone im gesamten Kabelnetz den NorDig-LCN-Standard ein. Dieser sorgt dafür, dass Sender automatisch auf den richtigen Programmplätzen landen, Verschiebungen selbstständig erkannt werden und Favoritenlisten künftig nicht mehr angepasst werden müssen. Zusätzlich setzt Vodafone bei SD-Sendern künftig auf das moderne Kompressionsverfahren H.264 (MPEG-4 AVC). HD-Sender werden bereits seit Längerem in diesem Format übertragen.

So kommt das TV-Signal zu den Haushalten

Vodafone betreibt in Deutschland zwei große TV-Sendezentren in Frankfurt-Rödelheim und Kerpen bei Köln. Von dort aus werden die Signale an regionale Technik-Standorte – sogenannte Hubs – weitergeleitet. Diese versorgen die einzelnen Regionen und speisen auch regionale Programme ins Netz ein. Einer dieser Standorte befindet sich in Chemnitz.

Weitere Infos online verfügbar

Vodafone hat seine Kundinnen und Kunden bereits per Brief, E-Mail und Hausaushang informiert. Zusätzlich stehen auf einer Service-Seite im Internet detaillierte Informationen, Anleitungen und Hilfestellungen zur Frequenz-Umstellung bereit.

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