Politiker setzen sich für Hundewiesen ein

Stadtrat Fraktionen stellen Antrag für Vierbeiner

Schlechte Beleuchtungen, kaum vorhandene Sitzgelegenheiten, zu wenige Hinweisschilder - auch als Warnung für Passanten - und insbesondere fehlende Einzäunungen oder Abgrenzungen zu gefährlichen örtlichen Gegebenheiten: Hundebesitzer beklagen seit langem unveränderte Bedingungen auf den ausgewiesenen Hundewiesen der Stadt. Die Fraktionen Die Linke, Die Grünen und die SPD reichen in der nächsten Stadtratssitzung am kommenden Mittwoch zwei Beschlussanträge ein, die sich mit den Themen Hundewiesen und Hundetoiletten befassen.

8000 Chemnitzer Hunde brauchen Verbesserung

Demnach wird die Verwaltung beauftragt, unter anderem Einzäunungen in unmittelbarer Nähe zu Spielplätzen, Straßen, Radwegen oder Straßenbahntrassen zu prüfen, die Beleuchtung zu verbessern, die Anzahl der Müllbehälter aufzustocken, den Aufbau von Mülltütenspendern anzugehen und Sitzmöglichkeiten einzurichten. Auch der aktuelle Bestand der Hundewiesen sollte überprüft und ggf. sollten neue Standorte vorgeschlagen werden, heißt es weiter in der Beschlussantrag. In Chemnitz leben aktuell mehr als 8000 angemeldete Hunde.

Stadtverwaltung unter Druck

Im Herbst 2015 wurde ein Stadtratsbeschluss für mehr Hundetoiletten gefasst. Doch getan hat sich seitdem wenig, das bemängeln die drei Fraktionen, die den Antrag am Mittwoch einreichen. "Es wird deutlich, dass die Stadtverwaltung an der Umsetzung des Stadtratsbeschlusses nicht interessiert ist, da sie verlautbart, die noch vorhandenen Hundetoiletten mit keinen neuen Tüten zu bestücken und diese sukzessive abzubauen", heißt es in der Begründung für den neuen Antrag.