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Polizeipräsidentin beerbt LKA-Chef

Menschen Personeller Neustart im Landeskriminalamt notwendig

Es ist gerade einmal anderthalb Jahre her, dass Sonja Penzel das Präsidentenamt der Polizeidirektion Chemnitz übernommen hat. Jetzt zieht die erfahrene Polizistin und Juristin weiter in die Landeshauptstadt, um in Dresden die Leitung des Landeskriminalamtes (LKA) zu übernehmen. Der bisherige Präsident, Petric Kleine, und der für die Spezialkräfte zuständige Abteilungsleiter Sven Mewes wurden zuvor von ihren Funktionen entbunden. Hintergrund sind die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen 17 Polizeibeamte des Mobilen Einsatzkommandos Dresden, die sich wegen Diebstahls und Beihilfe zum Diebstahl, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Bestechlichkeit verantworten müssen.

Vertrauen wiederherstellen

Vier Beamte stehen dabei unter Verdacht, 7.000 Schuss Munition aus ihnen zugänglichen Beständen der sächsischen Polizei im November 2018 entwendet zu haben. Diese sollen sie als Bezahlung für ein Schießtraining auf einer privaten Schießanlage in Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow verwendet haben. Nach den jüngsten Vorgängen um den Munitionsdiebstahl bedarf es eines personellen Neustarts in der LKA-Führung sowie der Spezialeinheiten, sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller. "Dieser ist notwendig, um das Vertrauen in die für die Kriminalitätsbekämpfung in ganz Sachsen zentrale Behörde und ihre Führung wiederherzustellen." Dabei dürfe es aber nicht zu einem "Generalverdacht gegen die Polizei und die vielen tausend Beamtinnen und Beamten kommen, die gute und professionelle Arbeit leisten. Daher braucht es maximale Transparenz und Offenheit bei der Aufklärung der Vergehen Einzelner."



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