"Portraits & Zeitgeschichte": Das Glück für alle

Lesung Ingo Schulze kommt in die Villa Esche nach Chemnitz

portraits-zeitgeschichte-das-glueck-fuer-alle
Foto: Tomaz Levstek/Getty Images

Am 5. Juni um 19 Uhr findet im Rahmen der Reihe "Portraits & Zeitgeschichte" die nächste Lesung in der Villa Esche statt. Auf dem Podium sitzt dann der Autor Ingo Schulze. "Peter Holtz - Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst", der 2017 erschien und von der FAZ als "komischster und klügster deutscher Roman des Herbstes" betitelt wurde und in dem ein "reiner Tor von großer Geschichte" erzählt.

Über den Autor

Die Geschichte dreht sich um Peter Holtz, der das Glück für alle will. Schon als Kind praktiziert er die Abschaffung des Geldes, erfindet den Punk aus dem Geist des Arbeiterliedes und bekehrt sich zum Christentum, wie der Klappentext des Buches verrät. Als CDU-Mitglied (Ost) kämpft er für eine christlich-kommunistische Demokratie. Doch er wundert sich: Der Lauf der Welt widerspricht aller Logik. Seine Selbstlosigkeit belohnt die Marktwirtschaft mit Reichtum.

Hat er sich für das Falsche eingesetzt? Oder für das Richtige, aber auf dem falschen Weg? Und vor allem: Wie wird er das Geld mit Anstand wieder los? "Mit Witz und Poesie lässt Ingo Schulze eine Figur erstehen, wie es sie noch nicht gab, wie wir sie aber heute brauchen: in Zeiten, in denen die Welt sich auf den Kopf stellt", so die Villa Esche in ihrer Ankündigung.

In Dresden geboren studierte Ingo Schulze klassische Philologie in Jena. Bereits sein erstes Buch "33 Augenblicke des Glücks" aus dem Jahr 1995 wurde von Kritik und Publikum mit Begeisterung aufgenommen. 2013 hielt er in Chemnitz die Laudatio auf den Stefan-Heym-Preisträger Christoph Hein.