Praxis Kullernase erhält Verstärkung

Klinikclowns Anwärter beenden Grundkurs

Eine Krankheit, die zu einem Krankenhausaufenthalt zwingt, ist nie angenehm. Wenn es sich bei dem Patienten um ein Kind handelt, ist das besonders tragisch. Den Kleinen und ihren Familien in dieser besonderen Situation Lebensmut, Motivation und vor allem viel Freude zu vermitteln, ist das Anliegen der Chemnitzer Klinikclowns. Die "Praxis Kullernase" ist auf verschiedenen Kinderstationen des Klinikum Chemnitz tätig. Vor dem ersten Einsatz werden die ehrenamtlichen Spaßmacher umfassend ausgebildet. Als ersten Schritt haben jetzt zwölf Nachwuchsclowns einen Grundkurs absolviert und am Dienstag feierlich ihr Zertifikat erhalten. Kurs und regelmäßiges Training übernimmt Thomas Patri. Der professionelle Dresdner Clown kommt dafür zweimal monatlich in den Verein Arthur auf dem Kaßberg. Die 14 Aktiven, die demnächst Verstärkung von den Neuen erhalten, tragen natürlich auch Künstlernamen. Clown Kuseiy, Ronja, Erzi, Momo oder Trödeline zum Beispiel. Patri nennt als Besonderheit der Klinikclowns vor allem den Umgang mit ihrem Publikum. Im Gegensatz zu üblichen Vorstellungen bestimmen hier die Kinder, wo es langgeht. "Wir sind nur zu Gast. Wir machen einen Vorschlag und wenn das Kind darauf eingeht, entwickeln wir gemeinsam ein Spiel." Ein Klinikclown muss sehr sensibel für Gefühle und Emotionen sein. "Wir sind nicht auf Teufel komm raus fröhlich. Jedes Gefühl ist erlaubt. Auch aus Wut, Aggression und Traurigkeit kann ein Spiel entstehen", erklärt Patri alias Clown TomTom die anspruchsvolle Aufgabe. Clowns-Dame "Wegisse" ist froh, den achttägigen Grundkurs besucht zu haben: "Ich wollte einfach mal ausprobieren, wie das mit dem Clown in mir so ist", sagt die Sozialpädagogin.