Premiere für "Das kleine Gespenst"

Schlingel Programm des 18. Kinder- und Jugendfilmfestivals vorgestellt

Der neue "Schlingel" ist noch etwas schüchtern: Yuca-Paul Wagner, Schüler einer dritten Klasse der Chemnitzer Schlossschule, weiß aber schon, welche Filme ihm gefallen: "Eher so Richtung Fantasy", erzählt er bei der Programmvorstellung des 18. Internationalen Filmfestivals Schlingel. Vom 14. bis 20. Oktober wird der Schüler dem Kinder- und Jugendpublikum des Festivals die Filme präsentieren. Da hat er viel zu tun: Über 120 Filme aus 38 Ländern sind diesmal im Cinestar in der Galerie Roter Turm zu sehen, darunter 30 Premieren. Eröffnet wird das Festival mit der Weltpremiere der deutschen Produktion "Das kleine Gespenst" von Regisseur Alain Gsponer, die auf dem Kinderbuch von Otfried Preußler beruht. Auch "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" oder "Die schwarzen Brüder" mit Moritz Bleibtreu und Dominik Horwitz werden beim Schlingel zu sehen sein. Daneben gibt es viele osteuropäische Beiträge: eine neue Folge von "Mascha und der Bär" aus Russland zum Beispiel, einen tschechischen Märchenfilm, der auf der Geschichte von "Die 12 Monate" beruht oder der polnische Film "Gabriel", eine "traurige Gegebenheit mit turbulenter Handlung", so Festival-Organisator Michael Habauer. Neben den langen Spielfilmen wird es auch 71 Kurzfilme zu sehen geben, aufgeteilt auf fünf Altersgruppen. Insgesamt werden beim Schlingel-Festival zehn Preise verteilt. Ein Preisträger steht schon fest: Der Ehrenschlingel geht in diesem Jahr an Thilo Graf Rothkirch, der unter anderem "Lauras Stern" und "Der kleine Eisbär" verantwortet. Erwartet werden etwa 200 Filmschaffende, die teilweise auch - wie die Chemnitzer Filmwerkstatt oder der SAEK - die begleitenden Workshops gestalten.