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Pro-Chemnitz-Demo aufgelöst, Teilnehmer schließen sich AfD-Zug an

Proteste Deutlich mehr Teilnehmer auf beiden Seiten als erwartet

Die zeitlich längste Veranstaltung an diesem unruhigen Samstag in Chemnitz ist die auf dem Parkplatz an der Johanniskirche. Die Zahl der angemeldeten 1.000 Teilnehmer wurde deutlich übertroffen.

Es sprach unter anderem Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, die sich klar gegen die AfD und Rassismus aussprach.

Gegen 17 Uhr kam die Meldung, dass die Organisatoren von "Pro Chemnitz" ihren Protestmarsch abgesagt haben. Die Leitung war wohl mit dem geänderten Routenverlauf nicht zufrieden. Im Anschluss wollte sich die versammelte Teilnehmerschaft dem Protestzug der AfD von der Theaterstraße aus anschließen.

Das wurde von den Behörden untersagt, weil beide Demos getrennt angemeldet waren. Daraufhin löste sich die Gruppe der Pro-Chemnitz-Demo auf und eine Großzahl ihrer Teilnehmer schloss sich einzeln der Kundgebung und dem Schweigemarsch der AfD an. Dadurch wurde der Protestzug viel größer als erwartet. Und wiederum dadurch verzögerte sich der Schweigemarsch, weil kontrolliert werden musste, ob es genügend Ordner gibt.

Die Menge, welche auf der Theaterstraße wartete, quittierte das mehrmals mit wütendem Gebrüll. Vor dem Zug warteten neben Polizisten mehrere Journalistenteams. Nicht wenige davon aus dem Ausland. Laute Rufe "Lügenpresse" waren immer wieder zu hören. Das nicht nur europaweite mediale Echo auf die Ereignisse in Chemnitz ist nach wie vor enorm.



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