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Erzgebirge

Projekt Brennstoffzelle

Forschung Studenten erhalten Unterstützung

Fortsetzung von Seite 1. 

Ab dem kommenden Wintersemester tüfteln Studenten im Rahmen des neuen internationalen Doppelmaster-Studienprogramms "Automotive Engineering" an diesen Brennstoffzellen-Antriebssystemen. Für die Praxis steht den künftigen Entwicklern ein deutschlandweit seltenes Praxissystem zur Verfügung: ein elektrifiziertes Forschungsfahrzeug und ein sogenanntes Range-Extender-Brennstoffzellensystem der Firma Proton Motor mit Hauptsitz in der Nähe von München. Das Unternehmen stellt komplette Brennstoffzellen- und Hybridsysteme (mit Batterie) her und sei natürlich auch an den Erkenntnissen des Chemnitzer Lehrstuhls interessiert. "Im Münchner Kreis gibt es die Kompetenz in dieser Tiefe nicht", erklärt Geschäftsführer Thomas Melczer die Zusammenarbeit mit der Chemnitzer Uni. Für ihn liegt der Vorteil von Hybridsystemen, die mit Batterie und Brennstoffzelle simultan angetrieben werden, auf der Hand. "Fahrzeuge, die nur mit Batterie betrieben werden, können eine Strecke von rund 100 Kilometern zurücklegen. Mit der zusätzlichen Brennstoffzelle wird die Reichweite verdoppelt." Zudem spreche die Wasserstoff-Tankzeit von wenigen Minuten für die Brennstoffzelle (Vgl. Batterie: bis zu einer Stunde). Auch die Sicherheit der Systeme stelle heute kein Gegenargument für die Technik dar: "Die Wasserstofftanks sind mindestens genauso sicher wie die Komponenten von konventionell betriebenen Fahrzeugen", sagt Thomas von Unwerth, der auch gleich eine kostengünstige Quelle für Wasserstoff benennt. "Wasserstoff ist ein 'Abfallprodukt' der Industrie. In Deutschland werden jährlich zwei Millionen Tonnen produziert, die keine Verwendung finden. Damit könnte man 300.000 Busse pro Jahr versorgen."



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