Projekt in Rabenstein stockt: Brücke muss auf Sanierung warten

Eisenbahnviadukt Ausschreibung bisher nicht erfolgreich

Es gehört zu den ältesten Stahlbaubrücken Deutschlands - das Eisenbahnviadukt in Rabenstein. Und es wartet schon lange auf eine Sanierung. Nun wird es wohl auch noch etwas länger warten müssen, denn: Der für Juni anvisierte Beginn der Arbeiten kann nicht gehalten werden, da nach Aussagen der Stadtverwaltung kein realisierbares Angebot bei der öffentlichen Ausschreibung eingereicht wurde. Die Ausschreibung soll nun erneut erfolgen.

Zuschuss für Instandsetzung und Erhaltung

Über 20 Jahre ist es mittlerweile her, dass Gottfried Reuther, der Vorsitzende der Bürgerinitiative Rabenstein, beim damaligen Chemnitzer Oberbürgermeister Peter Seifert um die Sanierung der Stahlbaubrücke bat. Im Herbst vergangenen Jahres hatte Baubürgermeister Michael Stötzer nun endlich einen Fördermittelbescheid für den Erhalt und die Instandsetzung des Viaduktes Rabenstein entgegengenommen. Der Freistaat Sachsen stellt der Stadt Chemnitz einen Festzuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem ehemaligen DDR-Parteienvermögen.

An dem 123-Jahre alten Viadukt sollen unter anderem das Stahlfachwerk, der Geh- und Radbahnbelag, das Widerlager Ost und der Pfeilersockel saniert beziehungsweise neu hergestellt werden. Das Brückenbauwerk dient aktuell als Wanderweg und soll zukünftig auch als Radweg ertüchtigt werden.