Beim Chemnitzer FC bereitet man sich in dieser Woche auf das erste Spiel im Sachsenpokal vor. Am 4. September tritt der Fußball-Regionalligist 19 Uhr beim Dresdner SC an.
Das Team aus der Landeshauptstadt ist aktuell der Tabellenletzte der Sachsenliga.
Bei der Arbeit auf dem Rasen des Sportforums freut sich CFC-Cheftrainer Benjamin Duda pünktlich zum Transferende über Zuwachs in der Feldspielerabteilung. Allerdings haben die Himmelblauen deshalb nicht einen neuen Kicker verpflichtet.
Vielmehr ist Leonhard von Schroetter nach wochenlanger Zwangspause zurück. „Nach einer Verletzung, die ich mir im Test gegen den VFC Plauen zugezogen habe, ergaben die Untersuchungen, dass ich mir einen Bandscheibenvorfall zugezogen hatte“, erklärt der in Starnberg (Bayern) geborene Fußballer.
„Die medizinische Abteilung machte Druck, dass ich schnell einen Platz in der Reha bekomme. Das hat dann auch in Leipzig, wo ich wohne, zügig geklappt“, sagt der 27-Jährige. Täglich stand ein Pensum von vier bis sechs Stunden an. „Ich habe insbesondere am Aufbau meiner Muskulatur gearbeitet und hatte Physiotherapie. Jetzt bin ich endlich wieder zurück auf dem Platz und werde langsam an das Mannschaftstraining herangeführt“, meint der in der Nachwuchsabteilung des FC Augsburg ausgebildete Akteur.
Ziel sei es, in der kommenden Woche wieder komplett einsteigen zu können.
Sportdirektor freut sich über Comeback im Training
Für Chris Löwe ist dies eine gute Nachricht. “Wir freuen uns, dass er auf einem guten Weg ist und bald voll belastbar ist. Wir haben ihn geholt, damit er uns weiter Stabilität in der Defensive verleiht. Lenny bringt die notwendige Physis mit und hat die Größe, bei Standards eine wichtige Rolle zu spielen“, sagt der CFC-Sportdirektor.
Auch wenn von Schroetter lange an seiner Verletzung laborierte, fühle er sich im Team sehr wohl. „Ich hatte in meiner Laufbahn schon einige Stationen. So schnell, wie beim CFC habe ich mich noch nie eingelebt. So einen herzlichen Empfang und so ein familiäres Umfeld hatte ich sehr selten“, stellt der Abwehrspieler klar.
Auch ohne Einsatz bisher: Neuzugang fiebert voll mit
Obwohl er bisher noch keine Pflichtspielminute absolvierte, verpasste der 1,88 Meter große Kicker noch kein Punktspiel der Himmelblauen. „Ich war zu Hause und auswärts immer als Zuschauer dabei. In Chemnitz habe ich sogar mit meinem Vater auf der Tribüne gesessen, der aus Bayern anreiste“, sagt der Defensivspieler, der abseits des Fußballs derzeit seine Athletik-Trainer-Lizenzen erwerben will und sich danach zum Ernährungsberater qualifizieren möchte. Die ersten Prüfungen stehen im kommenden Februar an.
In seiner knapp bemessenen Freizeit unternimmt von Schroetter gemeinsam mit seiner Freundin Städte-Kurzreisen.
Zuletzt schauten sie sich die goldene Stadt Prag an. „Die Familie ist für mich sehr wichtig, sie steht über allem“, stellt von Schroetter klar. Und ein kleines Stück Familie dürfte für ihn derzeit auch der Chemnitzer FC sein.
Unerwarter Abgang in die Bundesliga
Doch auch ein Abgang ist zu verzeichnen: Wie BLICK.de erfuhr, hat Nachwuchstorhüter Lukas Schünter, der neben seinem Job als A-Jugendkeeper auch als dritter Torwart der Männermannschaft fungiert, die Himmelblauen verlassen.
Er wechselt mit sofortiger Wirkung in die Nachwuchsabteilung des Bundesligisten Hamburger SV. Die Meldung wurde aus CFC-Kreisen bestätigt. Wie der Club diese personelle Lücke schließt, war zunächst nicht bekannt.
Für alle, die himmelblau fühlen: Mit dem CFC-Newsletter von BLICK.de bekommst du pünktlich vor jedem Spiel aktuelle News, Hintergründe und spannende Einblicke rund um den Chemnitzer FC direkt in dein Postfach – pünktlich vor dem Spieltag.
Jetzt kostenlos anmelden:
Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.




