Radschläger kommt zurück auf den Neumarkt

Projekt Die Künstlerin Lydia Thomas hat mit Chemnitzer Kindern im Herbst des letzten Jahres die Fassade des Radschlägers restauriert und teilweise neu gestaltet.

Am heutigen Montag gegen 11 Uhr wurde der restaurierte Radschläger wieder am alten Standort auf dem Neumarkt aufgestellt. Unter Regie der Galerie Weise hat die Künstlerin Lydia Thomas mit Chemnitzer Kindern im Herbst des letzten Jahres die Fassade des Radschlägers restauriert und teilweise neu gestaltet. Der gesamte Restaurierungsprozess war als ein interaktiver Prozess angelegt.

Wie wurde der Radschläger auf Vordermann gebracht?

Die Vorderseite der Figur wurde sehr behutsam restauriert. Schmutz konnte entfernt und abgesplitterte Farbschichten unter restauratorischen Gesichtspunkten erneuert werden, sodass die ursprüngliche Gestaltung der Figur erhalten wurde. Die Rückseite der Figur befand sich in einem nicht reparablen bzw. zu restaurierenden Zustand. Alle verbliebenen Reste des bestehenden Farbauftrages wurden daher bis auf die äußere Ebene der Figur komplett abgeschliffen. Die anschließende Neugrundierung der Plastik erfolgte in drei Schritten jeweils mit wasser- und lichtbeständiger Acrylfarbe in Weiß. Danach wurde diese Seite der Plastik mit einer zusätzlichen farbigen Grundierung und mit einem farbigen Fond versehen, der dann die Grundlage für die Bemalung bildete. Endgültig bemalt haben die Figur Kinder von Mitarbeitern der Firma Railbeton Haas KG unter Anleitung der Künstlerin Lydia Thomas mit vom Aussterben bedrohten Tierarten zum Thema "Forest for Future".

Die erforderlichen Mittel für die Restaurierung hat der Stadtrat mit einem Sonderbeschluss ermöglicht. Aber auch die Firma Railbeton Haas KG hat der Stadt hierbei hilfreich zur Seite gestanden. Die Herstellung des neuen Sockels wurde zum großen Teil finanziell gesponsert. Darüber hinaus konnte die Künstlerin mit den Kindern das Gelände der Firma als Atelier nutzen.